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Wattener Pinguine: Teil eins der Meisterparty endete erst am Nachmittag

Die Wattener Pinguine schweben nach dem Titelgewinn in der ÖEL auf Eishockey-Wolke sieben. Glänzen soll bald auch ein neuer Kabinentrakt.

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Nachdem die WSG Wattens im Play-off-Finale gegen Kapfenberg zum ersten Meister der noch jungen Geschichte der Österreichischen Eishockey-Liga avanciert war, kannte der Jubel keine Grenzen.
© ÖEHV

Von Daniel Lenninger

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Wattens – Nach dem 4:1-Auswärtssieg gegen Kapfenberg im Final-Rückspiel der Österreichischen Eishockey-Liga brachen bei den Wattener Pinguinen am Samstagabend alle Dämme: Erst wurden die Kabine und der Bus zur Partyzone erklärt. In Wattens angekommen, hatte Club-Präsident Roman Tauber keine andere Wahl, als den Gastgeber zu mimen. Und der finale Akt stieg auf einer privaten Terrasse. Sperrstunde war dem Vernehmen nach erst am Sonntagnachmittag. Das Gros der Wattener Cracks startete am Sonntag wohl mit einem Minus auf dem Schlafkonto in die Woche. Ohnedies müssen neue (sportliche) Träume nach dem errungenen Meistertitel erst wieder entstehen.

„Dieser Erfolg hat für uns einen sehr hohen Stellenwert“, platzte der spielende sportliche Leiter Michael Tauber vor Stolz. Stürmer Daniel Frischmann fügte hinzu: „Diese Medaille bekommt einen ganz besonderen Platz.“ Dass mit Kapitän Lukas Schwitzer in den Top 10 der Scorerliste nur ein Wattens-Akteur aufscheint, belegt die Unabhängigkeit von Individualisten. Der Star ist die Mannschaft. „Wir sind das Team mit dem größten Herz und dem größten Ehrgeiz“, leitete Ex-HCI-Profi Schwitzer die Glückwünsche an das Kollektiv weiter. „Das ist eine Sieger-Truppe“, schwang auch bei Headcoach Jaroslav Betka eine gehörige Portion Stolz mit.

Nach Platz zwei hinter Hohenems im regional ausgetragenen Grunddurchgang der ÖEL-Premieren-Saison startete Wattens im österreichweiten Play-off durch. Im Viertelfinale schossen die Kristallstädter Graz mit 7:0 vom Eis, ehe das Halbfinal-Rückspiel in Althofen fast die Endstation gebildet hätte. Nach dem 3:0-Hinspielsieg konnte Wattens in der Verlängerung aber die Kurve kratzen und sich ins Endspiel retten.

Das Final-Hinspiel in der Tiwag Arena (in Wattens war das Eis bereits abgetaut worden) avancierte zu einem Erlebnis, von dem einige Akteure noch ihren Enkeln erzählen werden. Und obwohl die Pinguine beim 2:2-Remis gegen Kapfenberg vor 1800 Zuschauern eine klare Führung aus der Hand gegeben hatten, machten Schwitzer und Co. in Leoben den Sack zu.

„Wir sind da, wenn es darauf ankommt“, beschrieb Tauber die Kernkompetenz. Torhüter Rene Huber, einer der Final-Helden, ging mit einem gebrochenen Zeh über die Schmerzgrenze. Die Bereitschaft, Opfer zu bringen, zahlte sich vollends aus: War Wattens in Westösterreich dank einiger Titel in der Elite-Liga bereits ein angesehener Amateur-Club, machte sich die Betka-Truppe nun im ganzen Land einen Namen.

Statt über neue Beine würde man sich über neue Steine freuen. „Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich mir einen neuen Kabinentrakt wünschen“, hat Tauber wieder Anlass zum Träumen. Einzig mit dem dafür notwendigen Schlaf könnte es erneut eng werden. Schon Sonntagabend waren die Wattener im Restaurant eines Vorstandsmitglieds geladen. Und die offizielle Meisterfeier muss erst terminisiert werden ...


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