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„Mitgefühl stärker als Aggression“: Zehntausende bei Benefizkonzert in Wien

Bis zu 100.000 Besucher kamen zum Ukraine-Benefizkonzert auf dem Wiener Heldenplatz. Der Bundespräsident erinnerte vor allem an die bisher über eine Million Kinder und Jugendlichen, die flüchten mussten.

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Zehntausende kamen zum Ukraine-Benefizkonzert der Initiative "YesWeCare" in Wien mit Musik-Acts wie Wanda oder Conchita.
© ALEX HALADA

Wien – Es war ein bedeutendes Zeichen der Solidarität. Auf dem Wiener Heldenplatz gab es am Sonntag unter dem Motto „YesWeCare“ ein Ukraine-Benefizkonzert. Die Veranstalter sprachen von bis zu 100.000 Besucherinnen und Besuchern. Stundenlang – von 13 bis 23 Uhr – wurde aufgespielt. Unter den Musikern: Wanda und Tom Neuwirth, A.K.A. Conchita Wurst, der für den noch nicht Covid-genesenen Kurt Ostbahn eingesprungen war.

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Ukraine-Benefizkonzert am Wiener Heldenplatz

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© IMAGO/Isabelle Ouvrard

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Der Eintritt war frei, es wurden aber Spenden für die Kriegsopfer der Ukraine gesammelt. Der gesamte Betrag wird den Organisationen SOS-Kinderdorf und „Nachbar in Not“ übergeben.

Mit einem Videoclip wandte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an die Teilnehmer des Benefizkonzerts. „Wir kämpfen weiter“, lautete die zentrale Botschaft der mit Musik und erschütternden Bildern von Einschlägen und Explosionen untermalten Rede, in der er Waffenstillstand forderte und proklamierte: „Frieden ist die einzige Option!“

📽 Video | Bendas (ORF) zum Benefizkonzert

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Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen sprach, seine Frau an der Seite, vor Ort zu den Tausenden. Diesen rief er zu: „Unsere Solidarität, unser Mitgefühl ist stärker als jede Aggression.“ Die Freiheit, die Demokratie würden sich à la longue durchsetzen. Er verwies vor allem auf die Schicksale von Kindern und Jugendlichen ob des Krieges.

Nach Van der Bellens Worten gab es – es war bereits dunkel – ein Lichtermeer auf dem Platz, ein großes Lichterherz auf der Bühne.

Wolodymyr Selenskyj wurde per Videoclip zugeschaltet. "Wir kämpfen weiter", lautete seine zentrale Botschaft.
© TOBIAS STEINMAURER

Zu Beginn der Veranstaltung hatte sich Organisator Daniel Landau bei allen Beteiligten bedankt: „Es ist wunderschön, gemeinsam und solidarisch für Menschen in Not zu sein, das bedeutet für mich ‚YesWeCare‘.“

Das Publikum war bunt gemischt: Pop-Fans und ganze Familien, Touristen und auch viele Ukrainisch Sprechende waren auf den Heldenplatz gekommen. Die Aufforderung, Masken zu tragen, befolgten viele nicht.

Das Event begann am frühen Nachmittag mit gemütlicher Stimmung auf der Festivalwiese.
© TOBIAS STEINMAURER

Der ukrainische Botschafter wurde zu seiner Rede mit Jubel empfangen. Er beschrieb die schreckliche Realität des Krieges. „Es ist wichtig, solche Kundgebungen der Solidarität zu erfahren, für uns, für alle Ukrainer. Es ist ein Zeichen, dass die Ukrainer nicht alleine stehen.“ Auf Ukrainisch richtete er sich noch direkt an das ukrainische Publikum. (TT)


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