Entgeltliche Einschaltung

Mit Lois Fasching die Welt umrunden

Vor 500 Jahren glückte die erste Weltumsegelung. Dem Jubiläum widmet Schloss Tirol eine Ausstellung.

  • Artikel
  • Diskussion
Bildhauer Lois Fasching zeigt auf Schloss Tirol auch seine Skulptur von Papst Leo X.
© Schloss Tirol/Ernst Müller

Von Christoph Blassnig

Entgeltliche Einschaltung

Dölsach, Dorf Tirol – Fünfhundert Jahre ist es her, dass erstmals eine Weltumsegelung als vollendet dokumentiert werden konnte. Der Portugiese Fernão de Magalhães, zu Deutsch Ferdinand Magellan, hatte sich im September des Jahres 1519 mit knapp 240 Männern auf fünf Schiffen in Richtung Westen aufgemacht, um auf dem Umweg jene Gewürzinseln namens Maluku ausbeuten zu können, die tatsächlich so weit im Osten liegen, dass diese Reise ins Unbekannte als Himmelfahrtskommando gelten musste. Drei Jahre später kehrten von jenen Schiffsbesatzungen nur noch 18 ausgemergelte Männer auf einem schwer beschädigten Kahn heim, gemeinsam mit drei Asiaten, die man unterwegs mit an Bord genommen hatte. Magellan selbst, der später in der Literatur als großer Entdecker und Weltumsegler gerühmt werden sollte, hatte sein Leben zu dem Zeitpunkt längst bei Kampfhandlungen an einem fernen Strand ausgehaucht. Die ihm zugeschriebene Weltumsegelung war gar nicht geplant, sondern Resultat des verzweifelten Versuchs, wenigstens einen Teil der heiß begehrten Fracht bei lebendigem Leib abliefern zu können.

„Ich bin vor zehn Jahren, im Zuge einer Auftragsarbeit zu Heinrich VIII., auf dieses Jubiläum aufmerksam geworden“, sagt der Dölsacher Bildhauermeister Lois Fasching. Anhand der Biografien historischer Personen näherte sich der Künstler dem Geist jener Zeit an, rechtzeitig zum 500-Jahr-Jubiläum konnte er seine Arbeit vollenden. Am vergangenen Freitag wurde auf Schloss Tirol, dem Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte, die Ausstellung „Global ’500. 1522–2022. Von der Umsegelung der Erde zur Wahrnehmung des Globalen“ eröffnet. Bis 5. Juni zeigt Lois Fasching zehn lebensgroße Skulpturen aus Holz, außerdem eine Serie von Reliefbildern in Aschekohle auf Alu. Fünf Schiffe, geschweißt aus Aluminiumteilen, erinnern an die zu Beginn der Expedition stolze Armada.

Das Landesmuseum präsentiert auch mit Linolschnitten überdruckte Weltkartenblätter von Arnold Mario Dall’O aus dem Werk „Mein Handatlas“. Die Historikerin Ursula Stampfer wählte 19 signifikante historische Weltkarten und Reiseberichte aus.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung