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Karners Reform bringt neue Köpfe für viele Führungsjobs

Das Innenministerium schreibt 26 Gruppen- und Abteilungsleiterposten aus. Auffälligste Neuerung ist der Job des Bundespolizeidirektors.

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Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) lässt 26 Führungsjobs in seinem Ressor­t neu ausschreiben und besetzen.
© APA/Punz

Wien – Wer im Innenministerium Karriere machen will, muss heute die Wiener Zeitung und ihr Amtsblatt lesen: Das Innenministeriums schreibt im Rahmen einer Strukturreform insgesamt 26 von 62 Gruppen- und Abteilungsleiterjobs aus. Der prominenteste ist der Chefposten in der neuen Bundespolizeidirektion. Als heißer Kandidat für diese Position gilt Michael Takacs. Der 53-Jährige kümmert sich derzeit als Flüchtlingskoordinator im Auftrag des Bundeskanzlers um Quartiere für und Versorgung von Vertriebenen aus der Ukraine.

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Die Ausschreibungen laufen bis 2. Mai. Bis Anfang Juli sollen alle Posten besetzt sein und die neue Struktur starten.

Nicht berührt sind die fünf Sektionen samt ihren Chefs. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und Ressort-Generalsekretär Helmut Tomac wollen mit der Reform auf Entwicklungen der vergangenen Jahre reagieren. Was werden die Bürgerinnen und Bürger bemerken? Auf den ersten Blick wenig, meint Tomac – fügt aber hinzu: „Ich hoffe, sie bemerken es dadurch, dass die Polizeiarbeit noch besser funktioniert.“

Tatsächlich ändert sich an der Struktur des Wachkörpers nichts. Die Landespolizeidirektionen bekommen mit der Bundespolizeidirektion aber eine neue zentrale Anlaufstelle. Es sei dies aber keine zusätzliche Führungsebene, betont Tomac. Vielmehr würden bestehende Gruppen neu strukturiert.

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Ebenfalls neu ist, dass auch die Zuständigkeit für die Fremden- und Grenzpolizei in diesen Bereich fällt. Karner und Tomac machen damit eine Reform des früheren freiheitlichen Innenministers Herbert Kickl zum Teil rückgängig: Dieser hatte 2018 eine eigene Sektion für das Fremdenwesen geschaffen und dort auch diese operativen Einheiten eingegliedert.

Neu ist eine Direktion für Digitale Services. Sie soll die Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie nachvollziehen. Tomac hofft, mit neuen Gehaltsmodellen auch IT-Experten aus der Privatwirtschaft anwerben zu können.

Teil der Reform ist schließlich das Krisenmanagement. Dazu gehört ein neues Lagezentrum, das in zwölf Metern Tiefe unter einem Bürohaus des Innenministeriums in der Wiener City gebaut wird. Bei künftigen Krisen sollen dort künftig alle Fäden zusammenlaufen. Der Bau soll heuer starten und 2024 fertig sein. (sabl)


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