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Schnelle Hilfe in Krisensituation: Land Tirol finanziert Psychosoziale Zentren

Das Land finanziert die Einrichtung von vier Psychosozialen Zentren in Tirol.

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Innsbruck – Vertraulich, kompetent, zeitnah und kostenlos. Wenn es um die psychische Gesundheit in Krisensituationen geht, muss das Angebot zur Ersten Hilfe genau diese Kriterien erfüllen und zudem niederschwellig sein, betonte gestern Tirols Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) bei der Präsentation einer neuen Anlaufstelle für Menschen, die psychosoziale Hilfestellungen benötigen. „Wenn man am Berg ist und in der Ferne ein Gewitter aufziehen sieht, ist das Erste, was man tut, Schutz zu suchen“, betont sie und zieht dabei Parallelen zur psychischen Gesundheit. „Je eher man handelt, desto besser lässt sich ein Sturm umgehen“, so Fischer.

Genau das soll ab Ostern mit der Einrichtung von vier Psychosozialen Zentren in Tirol künftig noch besser gelingen. Dabei werde eine Lücke in einem sehr guten und breit vorhandenen Angebot geschlossen, betont die Soziallandesrätin. Ziel der Einrichtungen sei es, hilfesuchenden Menschen schnellen, bedarfs- und fachgerechten Zugang zur Angebotsstruktur zu vermitteln.

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Zentral ist dabei die Möglichkeit der anonymen Kontaktaufnahme unter der Hotline 050-500, die von einem eigenen Journaldienst von 9 bis 14 Uhr (Mo–Fr) betreut wird. Nach der Abklärung der Situation und des Hilfebedarfs wird die Frage geklärt, ob es einen stationären Aufenthalt, eine Psychotherapie oder eine Wohnraumsicherung benötigt. Bei Bedarf erfolgt auch eine zeitnahe fachärztliche Abklärung. Auch Besuche bei den Betroffenen direkt sind Teil des Angebots. Hilfe zu suchen sei jedenfalls der erste entscheidende Schritt, aus einer Krise herauszukommen, betonten gestern die Experten von „pro mente tirol“, „Psychosozialer Pflegedienst“ und „start pro mente“, Träger des neuen Angebotes. Und es sei vor allem eine Stärke, sich helfen zu lassen.

Am 19. April nimmt das erste Psychosoziale Zentrum (PSZ) in der Innsbrucker Maximilianstraße 23 seine Arbeit auf, es folgt im Mai die Eröffnung eines Zentrums in Imst sowie im Juni in Lienz. Das vierte Psychosoziale Zentrum im Unterland soll im Juli umgesetzt sein, hier sei man allerdings noch auf Standortsuche im Raum Kufstein/Wörgl. Insgesamt stellt das Land 2,4 Millionen Euro für die PSZ zur Verfügung. (np)


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