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Unfall mit sieben Toten in Südtirol: Ermittlungen abgeschlossen

Die Ermittlungen sind mehr als zwei Jahre nach dem fatalen Unfall in Luttach beendet. Nun ist die Verteidigung des Unfalllenkers am Zug.

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Am 5. Jänner 2020 kam es zu dem Unfall, bei dem sieben deutsche Touristen starben und sieben weitere Personen teils schwer verletzt wurden.
© PIERRE TEYSSOT

Luttach – Mehr als zwei Jahre nach dem fatalen Verkehrsunfall in Luttach im Südtiroler Ahrntal mit sieben toten deutschen Touristen und sieben teils Schwerverletzten hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den 29-jährigen Unfalllenker offiziell abgeschlossen. Der entsprechende Bericht wurde bei Gericht hinterlegt. Nun ist die Verteidigung am Zug. Sie hat 20 Tage Zeit, Gutachten oder andere Unterlagen beizubringen.

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Verteidigung strebt verkürztes Verfahren an

Erst dann kann die Staatsanwaltschaft die Eröffnung der Hauptverfahrens beantragen, berichtete die Zeitung Alto Adige am Freitag. Die Verteidigung des Südtiroler Unfalllenkers strebt ein verkürztes Verfahren an. Eine Voraussetzung dazu wurde erfüllt, indem mit den Betroffenen und Hinterbliebenen eine Schadensersatzregelung ausgehandelt wurde.

Der junge Mann war in der Nacht auf den 5. Jänner 2020 betrunken in eine Gruppe von jungen deutschen Skitouristen gerast. Sechs waren sofort tot, eine Frau starb später im Krankenhaus. Die meisten Opfer kamen aus Nordrhein-Westfalen. Sie waren zuvor aus einem Shuttlebus ausgestiegen und überquerten die Straße, als es zu dem Unfall kam.

1,97 Promille

Nach Einschätzung eines gerichtlichen Gutachters dürfte der Lenker mit einer Geschwindigkeit von 90 km/h unterwegs gewesen sein, statt der erlaubten 50 km/h. Er hatte 1,97 Promille im Blut. Ein Gutachten hatte den 27-Jährigen im August 2020 teilweise entlastet. Demnach dürfte ein Teil der Touristengruppe in der Unfallnacht nicht den Zebrastreifen benützt haben. Außerhalb des Lichtkegels am Zebrastreifen seien Personen "nur schemenhaft" zu erkennen gewesen, hieß es. (APA)

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