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Citroën C5 X: Mit neuen Konturen unterwegs

Mit dem Kombi-SUV-Crossover C5 X eröffnet Citroën eine neue Nische für sein jüngstes Flaggschiff.

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Der Look ist vom kleineren C4 grundsätzlich bekannt, wird beim C5 X aber um das Kombi-Element ergänzt und auf Mittelklasse hochskaliert.
© Citroën

Von Stefan Pabeschitz

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Barcelona – Große Citroëns waren auch auf unseren Straßen einmal recht präsent – wenn schon nicht in Stückzahlen, dann zumindest wegen ihrer Auffälligkeit: DS, SM, CX, XM, C6. Der C5 als zumindest nominell Letzter in dieser Ahnengalerie ist auch schon seit fünf Jahren Geschichte. Weil im Konzern von oben inzwischen der höchst elegante DS 9 nachgerückt ist, musste Citroën sich ein anderes Konzept für sein Topmodell suchen. Grundsätzlich streckt der C5 X das Design-Setup des kleineren C4 Richtung 5-Meter-Liga und krönt es mit einem Heckabgang à la Shooting Brake. Womit der Namenszusatz X begründet wird, bleibt unklar: Die kleineren Modelle tragen ihn nicht und der eventuelle 4WD-Hinweis trügt auch – Citroëns neues Flaggschiff ist ausschließlich mit Vorderradantrieb unterwegs.

Die SUV-Zitate drücken sich vor allem in Bodenfeiheit und Raddimensionen aus, am ehesten Pkw-ähnliche Züge trägt noch die Heckansicht. Vorne wurde das bullige Citroën-Familiengesicht samt einprägsamer Lichtsignatur maßstabsgerecht übertragen. An der recht flach stehenden Heckscheibe macht die wasserabweisende Aerodynamik einen Scheibenwischer angeblich unnötig – was sich allerdings schon beim ersten Regenguss als nicht ganz zutreffend erweist.

Drinnen herrscht grundsätzlich ein großzügiges Raumgefühl, das vom unaufdringlichen und übersichtlichen Cockpit-Layout noch unterstrichen wird. Farb- und Materialauswahl sind ebenfalls dezent, gedeckte Farben vorherrschend. Ab der mittleren Ausstattung „Shine“ ist der zentrale 12-Zoll-Touchscreen serienmäßig an Bord, in der Basisvariante „Feel“ ist er zwei Zoll kleiner. Citroën verspricht einen neuen Level an intuitiver Bedienung, die eher schwer nachvollziehbare Logik des Menüaufbaus spricht aber dagegen. Der gehobene Komfortanspruch wird größtenteils erfüllt, dennoch fehlen im Optionenumfang dafür zeitgemäße Features wie etwa Sitzkühlung.

Als vorerst einzige Motorisierung wird der aus anderen Konzernmodellen bereits wohlbeklannte Plug-in-Hybrid mit 225 PS angeboten. Er sorgt auch hier für ausreichenden und homogenen Vortrieb mit gut orchestriertem Zusammenspiel von Benziner und E-Motor. Der WLTP-Verbrauch von 1,3 Litern mag im vorwiegend elektrischen Kurzstreckenbetrieb mit ständiger Lademöglichkeit dazwischen möglich sein – in der für diese Fahrzeuggröße eher passenden Mittel- bis Langstreckenpraxis werden daraus mit 6 bis 6,5 Litern nach wie vor akzeptable Werte. Ende des Jahres rückt noch der ebenfalls konzernweit schon gut verbreitete 130 PS Benziner nach. Der 1,2-Liter-Dreizylinder stand für Testfahrten bereits zur Verfügung. Er verfügt grundsätzlich über einen agilen Antritt aus dem Stand, in einem Auto dieser Größe wirkt er aber vor allem bei Reisetempo, bergauf oder bei Überholmanövern angestrengt und im Durchzug etwas brustschwach. Ein Diesel als für diese Fahrzeuggattung eigentlich passendste Motorisierung ist bis auf Weiteres nicht im Programm.

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Die beim C5 X erstmals angebotene Kombination aus progressiven Hydraulik-Dämpfern aktiver Fahrwerkregelung rangiert technisch zwar eine Stufe unter dem kameragestützen Proaktiv-System von DS, schafft aber ähnlich hervorragenden Komfort. Auch beim Auststattungsumfang gibt sich Citroën wie üblich eher großzügig: Schon in der Basisvariante „Feel“ ab 46.870 Euro wird nicht geknausert, für 2100 Euro Aufpreis ist die üppigere Variante „Shine“ zu haben, um weitere 3500 Euro der Top-Trimmlevel „Shine Edition“.


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