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Klimabericht: Lauter Ruf aus Österreich für ein Ende der Fossilen

In Österreich wurde am Montag angesichts des neuen Klimaberichtes erneut der Ruf nach dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie Öl und Gas laut.

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Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne).
© GEORG HOCHMUTH

Wien – Der dritte Teil des Sachstandsberichts des Weltklimarats (IPCC) an die Entscheidungsträger hat in Österreich erneut den Ruf nach dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern laut werden lassen. "Mit dem raschen Ausstieg aus Öl und Gas machen wir uns unabhängig von russischen Machtspielen und betreiben konsequenten Klimaschutz. Das ist jetzt das Gebot der Stunde", reagierte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne).

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Gewessler zeigte sich aber überzeugt, mit "ambitioniertem Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen" die Klimakrise und ihre Auswirkungen wirksam eindämmen zu können. "Mit dem konsequenten und raschen Umstieg auf grüne Energien aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Dafür haben wir die Lösungen schon, und sie werden immer billiger. Seit 2010 sind die Kosten für Sonnenenergie um 85 Prozent und bei Windenergie um 55 Prozent gesunken. Und wir fördern den Ausbau der Erneuerbaren Energien jetzt nochmal zusätzlich mit 250 Millionen Euro", so die Klimaschutzministerin.

Greenpeace: "Fossiles Zeitalter so rasch wie möglich beenden"

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace Österreich forderte ebenfalls, "das fossile Zeitalter so rasch wie möglich zu beenden". Der Klimabericht zeige, dass der Temperaturanstieg mit den vorhandenen Technologien auf 1,5 Grad Celsius begrenzt und damit die Erderhitzung eingedämmt werden kann. Dafür brauche es jedoch ein "Ende von Kohle, Öl und Gas: Energieträger, die nicht nur die Klimakrise, sondern auch Kriege befeuern. Österreich und andere Länder müssen rasch handeln und ihre Klimaschutzpläne nachbessern".

Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich urgierte ein umfangreiches Reformpaket für den Ausstieg aus Öl und Gas: "Wir müssen die rücksichtslose Ausbeutung der Natur stoppen und die Energie- und Ressourcen-Verschwendung eindämmen. Dafür muss die Politik Energiespar-Programme starten, umweltschädliche Subventionen abbauen und eine echte Mobilitätswende vorantreiben", hieß es in einer Aussendung. Parallel dazu müssten erneuerbare Energien entlang von Naturschutzkriterien ausgebaut werden

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Global 2000 vermisste "schmerzlich ein Energiewende-Paket der Bundesregierung, das uns von Öl und Gas befreit". Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und die gesamte Bundesregierung sind aufgerufen, rasch das Erneuerbaren-Wärme-Gesetz zu beschließen, damit Öl- und Gasheizungen verbindlich auf klimafreundliche Heizungen ausgetauscht werden und die Energiewende hin zu Sonnen- und Windenergie und klimafreundlicher Wärmeversorgung an Fahrt aufnimmt", so Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von Global 2000. (APA)


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