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Konsumklima im Keller: „Konsumenten in Angststarre“

Mit Ausgaben wird teilweise gewartet. Konsumklimaindex für Österreich auf Tiefstand.

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Preiserhöhungen vergiften derzeit das Konsumklima.
© Falk

Wien – Beinahe acht von zehn Gütern des gesamten Warenkorbs weisen eine Teuerung von über zwei Prozent auf, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt. Das hat inzwischen auch massive Auswirkungen auf das Konsumklima, wie der aktuelle Eurostat-Konsumklimaindex zeigt. „Es mutet an, also ob die Konsumenten wieder in eine ‚Angststarre‘ verfallen sind, und das bedeutet nichts Gutes für die Wirtschaft“, so der Linzer Handelsprofessor Christoph Teller.

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Der von Eurostat erhobene Vertrauensindex zur wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte brach im März um rund minus 12 Zähler in Österreich bzw. um minus 9 Zähler im EU-27-Durchschnitt gegenüber dem Vormonat ein. Damit fiel der Index auf einen neuen Tiefststand, der in Österreich mit minus 19,6 Punkten sogar noch schlechter ausfiel als zu Beginn der Corona-Pandemie. Das erschütterte Konsumentenvertrauen wirkt sich laut Experten negativ auf die Konsumausgaben im Einzelhandel aus. Die steigende Inflation lasse die Kaufkraft der privaten Haushalte abschmelzen. Die Verunsicherung sei groß, größere Anschaffungen würden verschoben.

Die Agenda Austria fordert nun, dass die EZB sich bei der nächsten Sitzung nicht wieder alle Optionen offenlässt. Bestenfalls beendet sie nicht nur den Ankauf von Staatsschulden schneller als geplant, sondern leitet bereits parallel dazu die Zinswende ein“, so Agenda-Austria-Ökonomin Heike Lehner. (hu)

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