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Desaster statt Aprilscherz: Starensemble der Lakers vorzeitig raus

Superstar LeBron James, dazu klangvolle Namen wie Davis, Anthony und Westbrook. Die Los Angeles Lakers sollten ein Titelteam werden, sind aber krachend gescheitert. In der ewigjungen Debatte um den besten Basketballer der Welt ist es für James ein Rückschlag.

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Anthony Davis und die Lakers sind raus aus dem Titelrennen. Und das schon drei Spiele vor Ende des Grunddurchgangs.
© IMAGO/JAVIER ROJAS/EFE

Los Angeles – Vor wenigen Tagen machte Basketball-Superstar LeBron James noch einen Aprilscherz. „Ich bin raus für den Rest der Saison. Wir sehen uns im Herbst", schrieb James auf Twitter, bevor er wenige Stunden später seinen strapazierten Körper mit 37 Jahren wieder aufs Parkett schleppte und die nächste Niederlage seiner Los Angeles Lakers miterlebte. Die mit dem Titel als Ziel gestartete Saison ist für den Traditionsclub aus Kalifornien zu einem sportlichen Desaster geworden.

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📸 Der Aprilscherz von LeBron James ging schief:

Die Lakers werden als Elfter der Western Conference nicht einmal am Qualifikationsturnier für die Play-offs teilnehmen. „Es gibt keine Entschuldigungen, wir haben es einfach nicht geschafft", sagte Routinier Carmelo Anthony am Dienstagabend (Ortszeit) nach dem 110:121 bei den Phoenix Suns, das nicht nur die siebente Niederlage in Serie war, sondern auch das endgültige Play-off-Aus bedeutete.

James' Aprilscherz ist somit wenige Tage später wahr geworden, er wird in der besten Basketball-Liga der Welt bis zum Herbst keine Rolle mehr spielen. „Wir sind extrem enttäuscht", sagte Chefcoach Frank Vogel, der bei dem Glamour-Club nach einer solchen Saison keine Zukunft haben dürfte. Dabei sah das Team mit Starspieler James, den Routiniers Anthony, Russell Westbrook und Dwight Howard sowie Co-Star Anthony Davis extrem vielversprechend aus. Doch Davis fehlte lange verletzt, auch James hatte immer wieder körperliche Probleme. Das Team funktionierte zudem nicht, weder offensiv noch defensiv.

Anthony Davis, Lakers-Star
Wir hatten in dieser Saison mehr unterschiedliche Aufstellungen als Siege.

„Auf dem Papier sehen wir richtig gut aus", sagte Davis über den diesjährigen Kader. „Aber wir hatten keine Chance, das zu zeigen." Man habe dieses Jahr „mehr unterschiedliche Startaufstellungen als Siege" gehabt, so Davis.

James erlebte den endgültigen K.o.-Stoß wegen einer Verletzung am Knöchel am Spielfeldrand. Er trug ein lässiges T-Shirt, Goldkette und Sonnenbrille. Es ist ein Sinnbild der Saison, bei der nichts klappte und einige Anhänger James bereits vorhielten, nur noch für den Scoringtitel zu spielen und nicht mehr für ein erfolgreiches Ergebnis der Lakers. James' Los-Angeles-Bilanz fällt gespalten aus: 2019 und 2022 verpasste der Club das Play-off, 2021 stand ein Aus in der ersten Runde. 2020 aber reichte es zum Titel, angeführt von James und Davis.

Dass nun eher mittelmäßige Teams wie die New Orleans Pelicans oder die San Antonio Spurs mit dem Wiener Jakob Pöltl anstelle der Lakers beim sogenannten Play-in-Turnier um weitere Tickets für die Endrunde spielen, muss in L.A. besonders wehtun. Ein Karriereende ist für James, der bei seinen Stationen in Cleveland, Miami und Los Angeles jeweils mindestens einen Titel holte, noch kein Thema. Er will in der NBA bleiben, bis sein 17 Jahre junger Sohn Bronny in die Liga kommt und eine Saison als Vater-Sohn-Gespann auflaufen. (APA, dpa, TT.com)


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