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Mick Jagger grübelt noch über Setlist für Europa-Tournee der Stones

Fans können sich nicht unbedingt auf legendäre Klassiker verlassen. Über den Krieg in der Ukraine gibt sich Jagger bestürzt: "Wir haben über unsere Eltern unser Leben lang vermittelt bekommen, was Kriege für ein Leid auslösen."

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Am 15. Juli machen die Stones auch in Wien halt.
© SUZANNE CORDEIRO/AFP

London – Fans der Rolling Stones sollten sich bei den Konzerten der Europa-Tournee ihrer Musikidole im Sommer nicht unbedingt auf die legendären Klassiker verlassen. Er arbeite im Moment noch an der Setlist für die Auftritte und überrasche seine Fans gerne, sagte Leadsänger Mick Jagger dem Radiosender SWR3 nach Angaben vom Mittwoch. Es habe aber auch schon Konzerte ohne Rocksongs wie "(I Can't Get No) Satisfaction" gegeben.

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Eine Setlist sei eine kniffelige Sache, verriet Jagger. "Man braucht eine möglichst große Auswahl an Songs bei den Proben, so dass man nicht jeden Abend dieselben Songs spielen muss", sagte der 78-Jährige. "Auch damit es für die Band nicht langweilig wird." Außerdem müsse die Songfolge einen Flow besitzen. "Man kann nicht ständig während dieser zwei Stunden auf der Bühne zwischen schnellen und langsamen Nummern hin und her wechseln", sagte Jagger. "Das Ganze muss fließen." Unter den 14 Shows der "Sixty"-Tour ist am 15. Juli auch ein Konzert im Wiener Happel-Stadion geplant.

Angesichts der Weltlage kann der Musiker immer noch kaum fassen, dass es mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine wieder Krieg in Europa gibt. Im Interview der Wochenzeitung Die Zeit sagte Jagger, er habe nicht für möglich gehalten, dass so etwas in seiner Lebenszeit je wieder passieren könnte. "Wir haben über unsere Eltern unser Leben lang vermittelt bekommen, was Kriege für ein Leid auslösen. Nun haben wir einen direkt vor der eigenen Haustür."

Niemand habe etwas von diesem Krieg, er sei "vollkommen sinnlos", betonte Jagger. "Aktuell ist es natürlich vor allem ein totaler Horror für die Menschen in der Ukraine, das macht einen fertig." Seine Eltern hätten "früher am Esstisch permanent über den Krieg gesprochen, das war das beherrschende Thema meiner Kindheit und Jugend. Wir sind dadurch indirekt, aber nachhaltig von den beiden Weltkriegen geprägt worden." (dpa)

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