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Bregenzer Festspiele feierten Richtfest für „Madame Butterfly"

Ein 300 Tonnen schweres „Stück Papier" aus Stahl, Styropor, Holz und Fassadenputz bildet das Kernstück des neuen Seebühnenbildes.

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Die Seebühne der Bregenzer Festspiele im Wandel.
© APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Bregenz – Die Bregenzer Festspiele haben am Mittwoch das Richtfest des Bühnenbildes für Giacomo Puccinis "Madame Butterfly" gefeiert. Ein 300 Tonnen schweres "Stück Papier" aus Stahl, Styropor, Holz und Fassadenputz bildet den optischen Rahmen für das Spiel auf dem See. Zart und verletzlich, zerknüllt und ins Wasser geworfen, stellt es ein "Spiegelbild der Seele" der Madame Butterfly genannten Geisha Cio-Cio-San dar, so Intendantin Elisabeth Sobotka.

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Für das Kernstück des Bühnenbildes, das überdimensionale Blatt Papier, wurden 117 Holz- und Styroporelemente, sechs bis 17 Quadratmeter groß, in einer Montagehalle gefertigt. Sie wurden anschließend per Sondertransport vom benachbarten Lauterach nach Bregenz gebracht und auf der Seebühne wie ein Puzzle zusammengefügt. Das Blatt ist rund 33 Meter breit und 23 Meter hoch, die Oberfläche beträgt etwa 1.300 Quadratmeter. Die einzelnen Elemente sind bis zu 2.100 Kilo schwer.

76. Bregenzer Festspiele 2022

Von 20. Juli bis 21. August

Spiel auf dem See: "Madame Butterfly" von Giacomo Puccini, Premiere am 20. Juli

Hausoper: "Sibirien" von Umberto Giordano, Premiere am 21. Juli

Weitere Informationen und Tickets unter www.bregenzerfestspiele.com

"Die besondere Herausforderung ist, das Papier leicht, nahezu schwerelos wirken und scheinbar auf dem Wasser schwimmen zu lassen, obwohl es tatsächlich rund 300 Tonnen wiegt", so Technikdirektor Wolfgang Urstadt. Außerdem muss die Bühne Wind, Wetter und den Wellen des Bodensees standhalten. Dafür wurden acht spezielle Anker in den Seeboden gesetzt - natürlich unter Berücksichtigung des Gewässerschutzes. Technische Herausforderungen barg auch das Zusammensetzen der "Puzzleteile" ohne sichtbare Fugen und Einbau und "Verstecken" von Scheinwerfern und 47 Lautsprechern. Aufgebaut und gestaltet wurde und wird das Kunstwerk von 14 Festspieltechnikern und 33 Firmen, überwiegend aus Vorarlberg, aber auch aus den Nachbarländern.

Regisseur Andreas Homoki, Bühnenbildner Michael Levine und Intendantin Elisabeth Sobotka.
© DIETMAR STIPLOVSEK

Bis Ende Mai wird auf dem Blatt das Gemälde einer japanischen Landschaft entstehen. Vor der Bühne schwimmt ein überdimensionales Papierbötchen mit Maßen von elf mal sechs Metern im See. Urstadt bezeichnet den Entwurf des kanadischen Bühnenbildners Michael Levine insgesamt als ikonenhaftes Bild, "poetisch und voller Magie". Er versprach ein "Zusammenspiel aus Skulptur, traumhaften Kostümen und Lichteffekten". Auch mit digitalen Bühneneffekten soll gearbeitet werden. Mehr wollte Urstadt dazu vorerst nicht verraten.

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Mit der Premiere von "Madame Butterfly", das zum ersten Mal auf der Bregenzer Seebühne zu sehen sein wird, werden am 20. Juli die 76. Bregenzer Festspiele eröffnet. Regie führt Andreas Homoki, Enrique Mazzola und Yi-Chen Lin dirigieren. Es spielen die Wiener Symphoniker. Rund zwei Drittel der für 26 Aufführungen aufgelegten 189.000 Karten sind bereits gebucht, noch sind für alle Kategorien und Termine Karten verfügbar. (APA)


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