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Steigende Inflation: Stadt Innsbruck berät über Teuerungsausgleich

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Die steigende Inflation ist direkt im Geldbörsel spürbar. Die Stadtpolitik arbeitet an der Ausgestaltung eines Hilfspakets.
© Falk

Die Preisspirale dreht sich in Österreich unaufhörlich immer weiter nach oben. Auf die steigende Inflation will nun jedenfalls auch die Stadt Innsbruck reagieren. Wie das passieren soll, wird am 19. April bei einem Runden Tisch diskutiert. Die Fraktionen Für Innsbruck, ÖVP und FPÖ sind bereits vorgeprescht und fordern die Bereitstellung von 2,3 Millionen Euro zur Entlastung der Innsbruckerinnen und Innsbrucker. Konkret denken sie an eine Mehrwertsteuerabgeltung bei den Strompreisen und/oder Zeitkarten für den öffentlichen Verkehr. Mit der Ausarbeitung und Umsetzung des Pakets soll gemäß dem Antrag Bürgermeister Georg Willi als Finanzreferent beauftragt werden.

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Dem Bürgermeister ist indes nicht ganz klar, wie man auf die Summe von 2,3 Millionen Euro kommt. Helfen möchte er dort, „wo staatliche Sicherungssysteme versagen“. Gleichzeitig verweist er darauf, dass etwa die Innsbrucker Kommunalbetriebe in der letzten Zeit keine steigenden Zahlen von Menschen verzeichnen, die ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können. Auch die bereits in der Corona-Krise eingerichteten Hilfstöpfe bei den gemeinnützigen Wohnbauträgern wurden kaum genutzt. „Das zeigt, dass wir gute Sicherungssysteme haben“, betont Willi.

Stadträtin Christine Oppitz-Plörer (FI) sieht in den 2,3 Millionen eine Untergrenze. Dank boomender Wirtschaft sei es finanziell auch möglich, „den Menschen wieder etwas zurückzugeben“. Vizebürgermeister Hannes Anzengruber von der ÖVP will zunächst abklären, welche Hilfen der Bund bereitstellt, und jene Menschen unterstützen, die dabei auf der Strecke bleiben.

Intensiv beschäftigen will man sich auch mit der Attraktivierung der Rossau als Wirtschaftsstandort. Das „ungeordnet entstandene und gewachsene Gewerbegebiet“, wie FI-Stadträtin Christine Oppitz-Plörer sagt, soll in einem professionell begleiteten Prozess zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Rund 221.000 Euro sind dafür veranschlagt. Der Prozess der Standortoffensive soll noch dieses Frühjahr inhaltlich-operativ starten.

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Attraktiver soll auch das Aufstiegserlebnis am Innsbrucker Stadtturm werden. Der Innsbruck Tourismus realisiert (und finanziert) ein licht- und soundgetragenes Projekt, das den Turm für Besucher erlebbar macht. Die Stadt gab dafür grünes Licht, den Bürgermeister Georg Willi freut’s: Es sei ein sehr gelungenes Projekt. „Ich kann auch den Einheimischen nur empfehlen, gehts wieder mal auf den Stadtturm“, so der Bürgermeister. (dd)


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