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„Längenfelder Erklärung“: Tirol stemmt sich gegen den Verlust von Baukultur

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Roider, Ortner, Hauser, Tratter, van Staa, Hessenberger, Juen und Grüner (v. l.) mit der Proklamation.
© Land/Pölzl

Innsbruck, Längenfeld – Binnen weniger Wochen haben über 2000 Menschen die „Längenfelder Erklärung“ unterzeichnet. Die Initiative der Ötztaler Museen zielt darauf ab, historische Kulturlandschaft in Tirol mitsamt der alten bäuerlichen Ensembles zu schützen.

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„Mit dem Begriff Kulturlandschaft können noch immer viele Tiroler wenig anfangen. Es geht darum, alte Bausubstanz zu erhalten, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir die alten Gesichter unserer Dörfer bewahren sollten. Sie vermitteln Kultur und Geschichte gleichermaßen“, erläutert Edith Hessenberger von den Ötztaler Museen. Kartierungen seltener Bauten gebe es zwar, doch habe sich gezeigt, dass nach nur 30 Jahren lediglich 12 Prozent der Ensembles überlebt haben. „Man muss sich vielleicht mehr Gedanken über eine Neu-Nutzung dieser Gebäude machen, um diese Zeitzeugen für kommende Generationen zu erhalten“, ist Hessenberger überzeugt. Zu den Unterzeichnern zählen zum überwiegenden Teil Tiroler, aber auch Stammgäste, denen landschaftsprägende Ensembles in Erinnerung geblieben sind.

„Leider geht heutzutage die Bodenversiegelung in rasantem Tempo einher mit dem Verlust an Biodiversität und Kulturlandschaft“, zeigt Hessenberger auf. Um sich diesem Trend entgegenzustellen, setzen die Ötztaler Museen auf Kooperationen. Neben den Begründern der Längenfelder Erklärung wolle man heuer auch mit dem Naturpark Ötztal verstärkt zusammenarbeiten. Hessenberger lädt weiterhin zur Unterzeichnung auf oetztalermuseen.at ein. (top)


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