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Arbeitslosigkeit in Lienz nähert sich Rekord-Tiefstand

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Doris Batkowski leitet das AMS in Lienz.
© Sabine Kelz

Lienz – Mit 6,8 Prozent liegt die Arbeitslosigkeit in Osttirol 2021 nur knapp über dem Wert von 2019. Damals waren es 6,5 Prozent, der niedrigste Wert der letzten 30 Jahre. Das erklärt Doris Batkowski, Leiterin des Arbeitsmarktservice (AMS) in Lienz. „Der seit Jahren positive Trend am Arbeitsmarkt wurde durch die Pandemie nur kurz gebremst“, sagt die AMS-Leiterin. „Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten hat sich wieder auf das Vor-Krisen-Niveau eingependelt. Der Arbeitsmarkt erholt sich sehr gut von der Covid-Krise.“ Von Juni bis September 2021 konnte das AMS sogar Vollbeschäftigung registrieren, das bedeutet eine Arbeitslosenquote von weniger als vier Prozent. In Osttirol lag sie im Juli bei nur 3,1 Prozent, allerdings sind die saisonalen Schwankungen stark ausgeprägt: Im Jänner 2021 erreichte die Quote 13,7 Prozent.

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Die Kehrseite: Firmen müssen sich immer stärker um Personal bemühen. Die Nachfrage war 2021 sehr hoch, heißt es beim AMS. Deutlich mehr offene Stellen wurden gemeldet, und das nicht nur im Tourismus.

Im vergangenen Jahr suchten Unternehmen im Bezirk über das AMS insgesamt 3095 Arbeitskräfte, das sind um 34,3 Prozent mehr als noch im Jahr davor. In Industrie und Gewerbe waren 1165 Stellen zu vergeben, in der Hotellerie und Gastronomie 962. Die Sparte Handel meldete 317 unbesetzte Posten. Auch bei den Lehrlingen wird es knapp, 309 offene Lehrstellen wurden gemeldet. Rein statistisch gesehen kommen 3,4 Arbeitslose auf eine gemeldete frei Stelle, das ist weniger als zuletzt.

Im heurigen Jahr scheint sich der Trend fortzusetzen. „Wir hatten Ende März mehr offene Stellen, als überhaupt Arbeitslose gemeldet waren“, berichtet Doris Batkowski. An die 1000 Arbeitskräfte wurden gesucht, doch nur 974 Personen waren vorgemerkt. „Und von diesen hatten viele schon eine Wiedereinstellungs-Zusage.“ Das „Traumjahr“ 2019 mit dem Rekord-Tiefstand an Arbeitslosen könnte sich also wiederholen oder sogar übertroffen werden. Arbeitskräftemangel: Das wurde bisher noch nie mit Osttirol in Verbindung gebracht. (TT, co)


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