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Verfasserin von Schindlers Liste Mimi Reinhardt mit 107 Jahren gestorben

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Mimi Reinhardt auf einem Archivfoto aus dem Jahr 2019.
© GIDEON MARKOWICZ

Jerusalem – Die österreichische Jüdin Mimi Reinhardt verfasste im Zweiten Weltkrieg die lebensrettende Liste des Industriellen Oskar Schindler - nun ist sie im Alter von 107 Jahren gestorben. Die Sekretärin des als Retter hunderter Jüdinnen und Juden vor dem Holocaust bekannt gewordenen Schindler starb in Israel, wie ihre Enkelin Nina am Freitag in einer von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Nachricht mitteilte.

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"Meine liebe und einzigartige Großmutter ist im Alter von 107 Jahren gestorben. Ruhe in Frieden", schrieb Reinhardts Enkelin. Reinhardt hatte ihre letzten Lebensjahre in einem Seniorenheim in der Küstenstadt Herzlia bei Tel Aviv verbracht. Die im Jahr 1915 in Wien geborene Reinhardt war im Jahr 1936 nach Krakau gekommen. Dort arbeitete sie bis 1945 als Sekretärin des deutschen Fabrikbesitzers Schindler und stellte als solche die Liste von "Schindlerjuden" zusammen.

Mehr als 1000 Jüdinnen und Juden vor dem Tod bewahrt

Schindlers Rettungsaktion, mit der er mehr als 1000 Jüdinnen und Juden vor dem Tod in der Gaskammer bewahrte, wurde Jahrzehnte später durch den Hollywood-Film "Schindlers Liste" von Steven Spielberg weltberühmt.

Reinhardt lebte nach dem Krieg zunächst in New York. 2007, im Alter von 92 Jahren, wanderte sie nach Israel aus. "Ich fühle mich wie zu Hause", sagte sie damals bei ihrer Ankunft in Tel Aviv vor Journalisten.

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Den Film "Schindlers Liste" habe sie sich erst Jahre nach seiner Premiere ansehen können, sagte Reinhardt einmal. Zwar habe Spielberg sie zur New Yorker Premiere des Films eingeladen. "Aber ich musste vor der Vorführung gehen, es war zu schwer für mich", sagte sie. (APA/AFP)


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