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Offensive gegen gefährliche neue Pflanzenarten im Oberland

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Die Goldrute ist eine der „invasiven Neophyten", findet sich oft an Bahndämmen und erstickt alles andere, was hier wachsen könnte.
© Pagritz

Roppen – Man nennt sie „invasive Neophyten“ und sie sind nicht nur neu eingeführte Pflanzenarten, sondern gefährden sowohl die heimische Fauna und Flora als auch die Gesundheit. Wie etwa der Riesen-Bärenklau, der bei Berührung zu schlimmsten Verbrennungen führt. Das Land Tirol hat im Vorjahr eine „Neophytenstrategie“ beschlossen und insgesamt 15 Arten darin angeführt – sechs davon hat auch die EU als gefährlich eingestuft.

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In den Bezirken Imst und Landeck ziehen die Regionalvereine „Regio Imst“ und „RegioL“ an einem Strang, wie die Imster Mitarbeiterin und Neophyten-Spezialistin Gisela Egger betont. „Wir haben im Bezirk Imst bereits zwei Neophytenschulungen abgehalten und damit an die 180 Personen erreicht“, so Egger. Wobei man bislang den Fokus auf Mitarbeiter von Gemeinden, die Bezirksforstinspektion, Tourismusverbände, Naturparks aber auch die Bergwacht setzte. „Besonders erfreulich ist, dass auch Gärtnereien mitgemacht haben“, freut sich Egger. Denn manche dieser Pflanzen, wie etwa der Schmetterlingsflieder, seien käuflich zu erwerben, obwohl sie so „gar nicht gut für Schmetterlinge und Raupen sind“. Im Frühsommer folgen für die bereits geschulten Mitarbeiter die Praxistage: „Es geht darum, dass man Ambrosia, Goldrute, Springkraut oder auch Knöterich frühzeitig in der Natur erkennt, bevor sie Schaden anrichten“, erklärt Egger.

Diese beginnende Wachstumsphase nutzt der Verein Regio auch für einen Postwurf an alle Haushalte im Bezirk Imst, der die Bevölkerung für „invasive Neophyten“ sensibilisieren soll. „Ambrosia etwa kann auf einem Acker zu 50 Prozent Ernteausfall führen“, erklärt die Expertin.

Die „geernteten“ Pflanzen werden übrigens in der ABV in Roppen fermentiert und letztlich zu Biogas gemacht. Beim Bärenklau wird derzeit abgeklärt, wer die gefährliche Pflanze überhaupt und wie bekämpfen soll. (pascal)

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