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Botschafter-Frau: „Ich danke allen helfenden Händen, auch in Tirol“

98 Kinder aus der Ukraine sind im Stift Fiecht untergebracht. Die Frau des ukrainischen Botschafters stattete ihnen einen Besuch ab.

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Vlasta Khymynets bei ihrem Besuch im Stift Fiecht.
© Land Tirol/Sedlak

Vomp, Innsbruck – Sie flohen aus zerstörten Gebieten in der Ukraine, verließen hastig ihre Dörfer und Städte, um in den dort tobenden Kämpfen nicht getötet zu werden. Im Stift Fiecht haben 98 ukrainische Kinder – manche mit, andere ohne Behinderung – und 44 Begleitpersonen ein neues Zuhause gefunden. Viele von ihnen hoffen, dass es nur auf Zeit ist und bald eine Rückkehr in die Heimat möglich sein wird. Tirolweit sind aktuell über 550 Kinder aus dem Land, in dem bereits seit Wochen ein grausamer Krieg tobt, untergebracht.

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Einen wichtigen Part bei diesen Hilfsmaßnahmen übernimmt Vlasta Khymynets. Die Ehefrau des Botschafters der Ukraine in Österreich ist mitverantwortlich für den ständigen Austausch zwischen der ukrainischen Präsidentschaftskanzlei und den hiesigen Behörden. Gestern machte sie sich mit Vertretern des Landes Tirol ein Bild von der Situation der Flüchtlinge im Stift Fiecht. „Es ist beeindruckend, was hier mit vereinten Kräften in kürzester Zeit geschaffen wurde und wie die einfühlsame Betreuung im Sinne der Bedürfnisse der Kinder und Betreuungspersonen nun gemeistert wird“, wird Khymynets in einer Aussendung zitiert, wo sie als „Schirmherrin“ dieser Projekte bezeichnet wird. „Ich danke allen helfenden Händen, auch hier in Tirol, die Kraft und Unterstützung bieten.“

Vlasta Khymynets, Frau des ukrainischen Botschafters in Österreich, im Gespräch mit Landeshauptmann Günther Platter.
© Land Tirol/Sedlak

Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) meint, es sei wichtig, den Ukrainerinnen und Ukrainern „einen sicheren Hafen“ zu bieten. „Das Wohl der Geflüchteten und insbesondere die Unterstützung der Schwächsten unter ihnen – der Kinder – haben oberste Priorität.“ Bei dem Lokalaugenschein im Stift habe er gesehen, dass sie sich nach ihrer Flucht „bereits sehr gut eingelebt haben und neuen Mut fassen. Die Hoffnung, bald zurück in die Heimat zu können, geben sie nicht auf.“

Einige der ursprünglich im Stift in Vomp untergebrachten Menschen konnten inzwischen andernorts eine Unterkunft bei Freunden, Familien oder Bekannten beziehen. Für all jene, die noch vor Ort sind, sei es „angesichts von Krieg und Zerstörung in ihrer Heimat ein Schutzraum“, meint Georg Willeit. Er ist Geschäftsführer der Lebenshilfe, welche die Geflüchteten mitbetreut. „Je nachdem, was sie sich für die Zukunft vorstellen – wir unterstützen sie.“

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Im Stift Fiecht in Vomp machten sich die Verantwortungsträger ein Bild von der Versorgung der ukrainischen Kinder. Tirolweit sind 550 von ihnen untergebracht.
© Land Tirol/Sedlak

Die Hilfsbereitschaft für Menschen aus der Ukraine in Tirol ist enorm, viele Projekte wurden in den vergangenen Wochen initiiert. Ein Beispiel dafür ist auch die Volksschule Fischerstraße in Innsbruck. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrer haben die Schülerinnen und Schüler einen Basar organisiert, alte Spielsachen verkauft und mit selbst gebastelten Ostergeschenken Spenden gesammelt. In Summe kamen dabei 10.000 Euro zusammen. Gestern wurde dem Tiroler Jugendrotkreuz ein Scheck übergeben. Das Geld soll den Opfern des Krieges zugutekommen. (TT, bfk)


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