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Cobra-Causa: Etliche Versionen dazu, Nehammer in Erklärungsnot

Ex-Innenminister Karl Nehammer ist wegen der Cobra-Affäre rund um seine Familie in Erklärungsnot. Ein Umtrunk von Polizeibeamten in seiner Wohnung sorgt für Debatten.

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(Symbolbild)
© Michael Kristen

Wien – In Kiew war ÖVP-Kanzler Karl Nehammer. Gestern hat er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Auch bei der heutigen Rückkehr wird die Cobra-Affäre für ihn nicht ad acta gelegt sein.

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Wie berichtet, war bekannt geworden, dass zwei Angehörige der Spezialeinheit Cobra, die als Personenschützer für die Kanzlerfamilie eingesetzt waren, vor drei Wochen mit einem Dienstwagen einen Verkehrsunfall mit Blechschaden verursacht hatten – alkoholisiert.

FPÖ und SPÖ orteten offene Fragen, begehren Aufklärung. In parlamentarischen Anfragen an Nehammer und ÖVP-Innenminister Gerhard Karner wollen sie – auch basierend auf anonymen Behauptungen, die die Roten publik gemacht haben – wissen, ob es nach dem Vorfall Kontakt aus Regierungskreisen mit Cobra-Chef Bernhard Treibenreif gegeben hat. Nehammer rief ob des Vorhalts eine Pressekonferenz ein, in der er beklagte, dass von Polit-Gegnern eine „rote Linie“ überschritten worden sei.

Wie, wo und wann sich die Cobra-Beamten betrunken haben – sie waren zum Schutz von Nehammers Frau und den Kindern abgestellt –, dazu gibt es seit Tagen unterschiedliche, laut Medien auch „aus dem Kanzler-Umfeld“ verbreitete, Versionen. Die aktuelle: Es hatte geheißen, die beiden Cobra-Beamten hätten nicht in der Wohnung von Karl und Katharina Nehammer in Wien-Hietzing Alkohol konsumiert. Nun berichtet der Kurier, dass sie entgegen ursprünglicher Angaben Bier, Wein und Schnaps in der Bleibe der Nehammers getrunken haben.

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Der Nachmittag des 13. März ist angeblich so verlaufen: Nach Mittag soll die Ehefrau des Kanzlers den Beamten in ihrer Wohnung mitgeteilt haben, dass die Bewachung für diesen Tag beendet sei. Sie habe vorgehabt, zu Fuß zu einem Heurigen zu gehen. Da einer der beiden Beamten an diesem Tag Geburtstag hatte, sei auf diesen angestoßen worden. Dabei sollen die Cobra-Beamten drei Bier und ein Achterl Weißwein getrunken haben. Einer soll auch Hochprozentiges zu sich genommen haben. Gegen 16.45 Uhr habe Katharina Nehammer die Wohnung verlassen, sich von den Personenschützern verabschiedet. Zum Heurigen begleitet hätten sie diese nicht; der Weg sei mit Verwandten zurückgelegt worden.

Polizeiinsider wenden etwa ein, dass jemand, der staatlich bewacht werde, den Bewachern nicht sagen könne, wann mit der Bewachung Schluss sei, schon gar nicht vor einem Gang zum Heurigen. Gerade da sei die Bewachung geboten. (kale)


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