Entgeltliche Einschaltung

Aufgriffe im Vorjahr in Tirol leicht gestiegen, wesentlich mehr Asylanträge

Mehr als 3500 Menschen erreichten Tirol auf illegalem Weg, ein moderater Anstieg im Vergleich zu 2020. Deutlich zugenommen hat die Zahl der Asylanträge.

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Fast die Hälfe der illegalen Einreisen erfolgten mit der Bahn. (Symbolfoto)
© Julia Hammerle/TT

Innsbruck – Die Zahl der in Tirol aufgegriffenen, nicht auf legalem Weg eingereisten Menschen ist im Jahr 2021 im Vergleich zum Jahr zuvor leicht angestiegen. Um 7,7 Prozent mehr – und damit exakt 3543 Menschen – erreichten unrechtmäßig Tiroler Boden, teilte die Polizei am Dienstag in einer Aussendung mit. Zudem wurden wesentlich mehr Asylanträge gestellt als im Vergleichszeitraum. 35 Schlepper wurden angezeigt.

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506 Menschen stellten im Vorjahr einen Antrag auf internationalen Schutz, insgesamt wurden 645 Asylanträge in Tirol bearbeitet (2020: 245). "Tirol ist trotz deutlich steigender Antragstellungen nach wie vor nicht Zielland, sondern Transitland", hieß es in dem Bericht der Fremdenpolizei. 44 Prozent der Aufgriffe ereigneten sich auf der Eisenbahn. Als Herausforderung wurde weiterhin der lebensgefährliche Transport auf Güterzügen von der Exekutive ins Treffen geführt. Bei der Kontrollstelle am Brennersee wurden 53 Menschen angehalten.

Marokko bei Herkunftsländern vor Afghanistan und Syrien

Die meisten Menschen – nämlich 398, die nach Tirol gelangten – kamen aus Marokko. Das zweithäufigste Herkunftsland war Afghanistan (330), gefolgt von Syrien (264). Im Jahr 2020 lag Nigeria an der Spitze, Platz zwei belegte Albanien, Marokko Platz drei. Nach wie vor kommen deutlich mehr Männer als Frauen in Tirol an: 2954 Männer und 464 Frauen sowie 125 Kinder unter 14 Jahren scheinen in der Statistik auf. (TT.com, APA)

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