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Lehrlingsabkommen unterzeichnet: Schramböck exportiert Lehre in USA

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Lexington, Innsbruck – Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) unterschrieb gestern einen Vertrag über ein gemeinsames Lehrlingsabkommen zwischen den USA und Österreich. „Wir werden weltweit um unsere Lehrausbildung beneidet“, so Schramböck. Mit dem neuen Lehrlingsabkommen sollen die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Österreich gestärkt werden. Das so genannte „Memorandum of Understanding“ wurde von US-Arbeitsminister Martin Walsh und Schramböck im Egger-Werk in North Carolina unterzeichnet. Das Unternehmen zählt zu den wichtigsten Betreibern der dualen Ausbildung österreichischer Prägung in den USA. Dieses Jahr bildet Egger 30 Lehrlinge aus.

Auch Firmen wie Rosenbauer, Miba, Andritz, Palfinger, Blum, Alpla, Red Bull oder KTM beschäftigen an die 50.000 Menschen in den USA – und wollen oft an Ort und Stelle Lehrlinge ausbilden. Die USA wollen mehr als 3,5 Mrd. Dollar für die nächsten fünf Jahre für eine Ausbildungsoffensive in die Hand nehmen. Damit sollen eine Million Ausbildungsplätze geschaffen werden. Rechtliche Grundlage dafür sei der im Jänner beschlossene „National Apprenticeship Act 2021“. Die USA wollen offenbar das duale Bildungssystem kopieren, um dem hohen Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Um das Memorandum umzusetzen, wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingesetzt. Ziel dieser Arbeitsgruppe soll unter anderem sein, einheitliche Standards für das US-Modell zu schaffen. Eine „Fact-Finding Mission“ der Amerikaner nach Österreich wird vorbereitet, heißt es.

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Neben dem Lehrlingsabkommen wurden auch Kooperationen in Pharmabereich und Lehre eingefädelt. Wesentlich sei, dass die USA und Europa im Technologiebereich Standards setzen, so Schramböck. (ver)

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