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Symbolträchtige Passion in Thiersee: Spiel vom Leben und Sterben Jesu

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Jesus (Christian Juffinger) inmitten seiner Jünger: Text, Musik und Bühnenbild der Thierseer Passion wurden überarbeitet.
© Alex Gretter

Thiersee, Innsbruck – Der heutige Karfreitag ist ein Tag des Gedenkens, auch des Innehaltens. Ein Tag mit Symbolen und Traditionen. So auch im Unterland, genauer gesagt in Thiersee.

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Seit mehr als zwei Jahrhunderten bringt man in Thiersee die Geschichte vom Leben und Sterben Jesus Christi auf die Bühne. Damals – im Jahr 1799 – gelobten die Thiersee-rInnen, das Spiel alljährlich in der Fastenzeit aufzuführen, um das Tal vor den Schrecken des Krieges zu bewahren. „Unsere Spiele werden seit jeher als Solidaritätsbekundung verstanden, sind sie doch schließlich aus dem Wunsch heraus entstanden, Kriege zu vermeiden. Leider ist dies im Schatten des Krieges in der Ukraine heuer ein besonders aktueller Aspekt, der bei allen 25 Aufführungen nicht außer Acht gelassen werden soll“, betont Obmann Michael Juffinger. Die Premiere der Passionsspiele am 12. Juni rückt unterdessen immer näher.

Die Hauptrolle wird von drei Darstellern besetzt: Michael Juffinger (r.), Christian Juffinger (l.) und Leo Lamprecht stellen Jesus Christus in verschiedenen Lebensphasen dar.
© Alex Gretter

Täglich wird der neue Text des Südtiroler Schriftstellers Toni Bernhart geprobt, um bis zu den Aufführungen im Sommer einer Thierseer Passion gerecht zu werden. „Unseren Darstellern gelingt es sehr gut, die neue Textfassung zu verinnerlichen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Regisseur, Autor und Komponist verläuft reibungslos“, betont Obmann Michael Juffinger, der selbst auf der Bühne zu sehen sein wird.

Das neue Bühnenbild hat zwei Ansprüchen gerecht zu werden: Es soll ein integraler Bestandteil des Passionsspielhauses in Thiersee sein und den Grundgedanken, die Entstehung des Christentums aus dem Judentum, transportieren. „Dazu wurden die sich im Zuschauerraum befindlichen Stephans-Bögen als perspektivische Erweiterung in den vorderen Bühnenbereich integriert, um daraus das Portal einer christlichen Kathedrale zu kreieren“, sagt Regisseur Norbert Mladek. (TT)


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