Entgeltliche Einschaltung

Gemeinde Prutz lehnt Vermietung an Psychiater ab

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Die Zukunft des Arzthauses bleibt ungewiss.
© Reichle

Prutz – Nach einem turbulenten Wahlkampf und einer Volksbefragung ist die Zukunft des umstrittenen Gesundheitszentrums in der Obergrichter Gemeinde Prutz weiter offen. Keine Entspannung gibt es im Konflikt zwischen Bürgermeister Heinz Kofler und dem Gemeindearzt Philipp Plangger. Nun hat der Gemeinderat ein weiteres Ansuchen des Arztes abgelehnt. Er wollte Teile seiner Praxis an zwei Tagen die Woche an einen Psychiater untervermieten. „Somit hat Prutz den einzigen niedergelassenen Psychiater im Bezirk Landeck“, kündigte Plangger im Februar in den sozialen Medien an. Bereits jetzt arbeiten im Arzthaus mehrere Medizinerinnen und medizinisches Fachpersonal. Anders als bei früheren Fällen hat der Gemeinderat das Untermietverbot aber nicht aufgehoben. Elf der 14 Gemeinderäte stimmten dagegen.

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Für Bürgermeister Kofler lässt die beengte Raumsituation das nicht mehr zu. Er könne sich das auch nicht vorstellen, im Wartezimmer werde ja geratscht und gegenseitig gefragt, was den anderen fehle. Dann müsse einer sagen, dass es ihm „im Kopf fehlt“. Das sei aber seine Privatmeinung. Ob ein Psychiater fachlich notwendig sei, könne er nicht beurteilen. Darüber hinaus sei der neue Mediziner kein Kassen-, sondern ein Wahlarzt. Unverständnis löst die Entscheidung bei der Opposition aus. Es wäre ein Psychiater fürs ganze Tal, nicht nur für die Gemeinde Prutz gewesen, sagt Gemeinderat Claus Aniballi: „Für mich ist es grundsätzlich gut, wenn es eine möglichst vollständige ärztliche Versorgung gibt.“ Wie der Arzt seinen Betrieb führe, gehe den Bürgermeister hingegen nichts an, sagt er. Plangger war gestern noch im Urlaub und konnte nicht Stellung nehmen. (mr)

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