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„Regionalität betrifft nicht nur die Lebensmittel“

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Reinhard Helweg und Verena Weiler (beide WK Tirol) werben für Regionalität, nicht nur beim Essen.
© Tschol

Reutte – Regionale Lebensmittel haben in den letzten Jahren – und nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie – enorm an Wertschätzung gewonnen. Immer mehr Menschen legen Wert darauf zu wissen, wo Obst und Gemüse angebaut werden oder woher ihr Fleisch kommt und wie die Tiere gehalten werden.

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„Der Begriff Regionalität betrifft aber nicht nur Lebensmittel“, ließ Reinhard Helweg, Geschäftsführer der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Tirol, bei einem Besuch in Reutte wissen und fügte hinzu: „Man sollte auch im Bereich der Dienstleistung viel mehr auf Regionalität achten, denn das Bekenntnis zur heimischen Wirtschaft ist heute wichtiger denn je.“

In vielen Bereichen könne man heimische Betriebe unterstützen und darüber hinaus auch die Synergien verschiedener Branchen nützen. Als Beispiel dafür nennt Helweg „Mein Tiroler Naturschätze-Buch“, das unlängst erst auf den Markt gekommen ist (die TT berichtete). Dieses habe nicht nur den pädagogischen Effekt, dass Kinder etwas über Tirol erfahren, sondern habe eine rein Tiroler Wertschöpfungskette in Gang gesetzt. Von der Werbeagentur, die das Layout gemacht hat, über die Autorin, den Druck bis hin zum Vertrieb seien ausschließlich heimische Personen und Unternehmen in das Projekt involviert gewesen. „Das Projekt ist ein echter Ausdruck von Regionalität“, freut sich auch Verena Weiler, Geschäftsführerin im WK-Landesgremium des Papier- und Spielwarenhandels. Sowohl Helweg als auch Weiler hoffen, dass noch zahlreiche solcher regionaler Konzepte umgesetzt werden und dies nur ein Anfang war. Auch innerhalb der Wirtschaftskammer müsse viel mehr branchenübergreifend gedacht werden.

„Eines sollte man sich nämlich schon immer vor Augen halten: Wenn es unsere heimischen Unternehmen nicht mehr gibt, dann geht auch in Tirol das Licht aus“, ist Helweg überzeugt.

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Aber nicht nur Regionalität, auch das Thema Nachhaltigkeit sei nicht auf den Lebensmittelbereich beschränkt. Helweg: „Papier ist bis zu 58-mal recyclebar. Das allein zeigt schon, dass es sich hier um einen sehr nachhaltigen Rohstoff handelt. Und gedruckt wurde in diesem Fall zudem mit Bio-Farbe.“

Man sehe anhand dieses Beispiels, dass nicht auf irgendwelche Online-Druckereien im Ausland zurückgegriffen werden müsse. Helweg: „All das ist auch in Tirol machbar, in super Qualität.“(fasi)


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