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Heuer zu Ostern deutlich mehr Unfälle auf Tirols Straßen

Auf Tirols Straßen haben sich heuer im Osterverkehr 31 Unfälle ereignet – und damit um 13 mehr als im Vorjahr. Erfreulich dennoch: Es gab dabei kein Todesopfer zu beklagen.

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Auch heuer setzte die Tiroler Polizei am Osterwochenende wieder zahlreiche Kontrollschwerpunkte.
© APA/Gindl

Innsbruck – Kaum Reisebeschränkungen und ein Ende der meisten Corona-Maßnahmen vor Ostern haben dafür gesorgt, dass das Verkehrsaufkommen auf Tirols Straßen zu Ostern im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen hat. Das hat sich auch entsprechend auf die Unfallstatistik ausgewirkt, wie die Bilanz zum Osterverkehr 2022 der Tiroler Polizei zeigt. Demnach haben sich zwischen Karfreitag und Ostermontag in Tirol 31 Unfälle ereignet, bei denen 42 Menschen verletzt wurden. Bei den von der Polizei zu bearbeitenden Unfallereignissen waren einmal mehr die nicht angepasste Geschwindigkeit, Unachtsamkeit, Vorrangverletzungen und Auffahren die Hauptunfallursachen. Der Vergleich zum Vorjahr: 2021 wurden 23 Personen bei 18 Unfällen verletzt.

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Dass die aktuellen Unfallzahlen dennoch unter jenen des Vor-Corona-Jahres 2019 liegen (49 Unfälle, 50 Verletzte), führt Günther Salzmann, Leiter der Landesverkehrsabteilung (LVA) der Tiroler Polizei, vor allem auf die eher unbeständige und kühle Witterung während der Osterfeiertage zurück. Dadurch habe sich der Tagesausflugsverkehr in Grenzen gehalten und auch der sonst zu Ostern übliche Motorrad- und Mopedverkehr sei spärlicher ausgefallen.

Im Reiseverkehr kam es heuer besonders früh, nämlich schon am Donnerstag und Karfreitag, auf der Inntalautobahn (A12) und der Brenner Autobahn (A13) zu ausgedehnten Stauungen. Auf der B189 Zillertalstraße und B179 Fernpassstraße wurden ebenfalls Behinderungen verzeichnet. Am Ostermontag setzte im Laufe des Tages der Rückreiseverkehr ein und führte auf den Hauptverkehrsrouten zu leichten Behinderungen. Die Lkw-Sonderfahrverbote auf der Inntalautobahn am Karfreitag (Richtung Deutschland) und Ostersamstag (Richtung Italien) wurden laut Polizei durchwegs sehr gut befolgt und trugen zu einer Entspannung im Reiseverkehr bei.

Die Tiroler Polizei setzte von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag auf Autobahnen, Landes- und Gemeindestraßen eine ganze Reihe von Verkehrsschwerpunkten. Vorrangig ging es um die Themen Geschwindigkeit und Alkohol. Zum Einsatz kamen dabei Lasermessgeräte, Radar- und Abstandfahrzeuge, Alkovortestgeräte und Alkomaten sowie Zivilstreifenfahrzeuge. Dabei wurde unter anderem ein südkoreanischer Pkw-Lenker auf der A12 im Gemeindegebiet von Angath bei erlaubten 100 km/h im IG-L Bereich mit 206 km/h gemessen. Ein einheimischer Motorrad-Lenker raste mit 119 Stundenkilometern durch das Ortsgebiet von Mils bei Hall. Insgesamt zog die Tiroler Polizei am Osterwochenende 41 Alko-Lenker und sieben Drogen-Lenker aus dem Verkehr, im Vorjahr waren es insgesamt 37 Alko- und Drogen-Fälle. Heuer gab es 6208 Geschwindigkeitsdelikte, 2021 waren es 3618 Delikte.

Unterm Strich fällt die Bilanz von Günther Salzmann positiv aus: „Der weit überwiegende Teil der Verkehrsteilnehmer war zu Ostern sehr verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll unterwegs. Die Polizei setzte bei ihrer Verkehrsüberwachung wieder auf eine sehr starke Präsenz und versuchte dabei durch wirkungsvolle Schwerpunktkontrollen den Hauptunfallursachen entgegenzuwirken. Das Um und Auf für mehr Verkehrssicherheit ist und bleibt jedoch die Eigenverantwortung jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers.“ (TT, np)


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