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Mercedes EQS: Edel-Soft-Offroader mit Verkabelung

Die betonte Elektro-Offensive von Mercedes geht weiter: Nach dem Start der beiden Limousinen EQS und EQE wollen die Schwaben bald das SUV-Derivat des EQS nachreichen, optional mit Allradfunktion.

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Der EQS ist 5,13 Meter lang und bietet Platz für bis zu sieben Insassen.
© Mercedes

Von Markus Höscheler

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Stuttgart – Ein SUV im Oberklasse- oder Luxussegment mit rein elektrischem Antrieb mit einer einigermaßen passablen Reichweite – diesen Traum vieler Wohlhabender hat zunächst einmal Tesla mit dem Model X verwirklicht. Dem eifern nun natürlich die etablierten Hersteller nach und wollen vieles, wenn nicht gar alles besser machen. Ob es gelingt, ist noch nicht entschieden, der Weg dahin bereitet jedenfalls viel Spannung für Beteiligte wie Beobachter. Mercedes will auf alle Fälle in diesem hohe Rentabilität versprechenden Segment mitmischen, wie das in dieser Woche vorgestellte EQS SUV verdeutlicht.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich bereits um das dritte Modell der eigens von Mercedes kreierten Elektroauto-Plattform für die oberen Klassen, von der bereits die Luxuslimousine EQS (im Handel) und die Oberklasselimousine EQE (kurz vor dem Marktstart, siehe Bericht unten) stammen. Das EQS SUV zeigt, wie variabel die technische Basis für die Karosserievarianten angelegt ist. Das Auto ist 5,13 Meter lang, 1,96 Meter breit und 1,72 Meter hoch. Dach- und Hecklinie verzichten auf Kanten, sondern ordnen sich dem Anspruch der Designer und Ingenieure unter, möglichst viel zu einer Energie sparenden Aerodynamik beizutragen und somit höhere Reichweiten in Aussicht zu stellen. Gleichwohl mangelt es nicht an Raum für die Passagiere und das Ladegut, schon allein wegen des langen Radstandes von 3,21 Metern. Grundsätzlich haben fünf Personen Platz im EQS SUV, auf Wunsch gibt es zwei Sitzplätze in Reihe 3. Das Kofferraumvolumen beträgt beim Fünfsitzer zwischen 645 und 2100 Liter, beim Siebensitzer sind es zwischen 565 und 2020 Liter.

Für das EQS SUV sieht Mercedes vorläufig zwei Antriebskonfigurationen vor: eine Version mit 265 Kilowatt und eine zweite Version mit 400 Kilowatt Leistung. Die stärkere Variante ist ab Werk mit einem Allradsystem verknüpft (hat also einen zweiten E-Motor an Bord), die schwächere Variante kann optional mit 4WD aufgewertet werden. Unterschiedlich sind demzufolge die Drehmomentmaxima ausgelegt: Die Basis (Heckantrieb) offeriert 568 Newtonmeter, der Basis-Allradler stemmt 800 Newtonmeter, der EQS (SUV) 580 4Matic mit besagten 400 Kilowatt Leistung entwickelt sogar 858 Nm.

Je nach Ausstattung variiert die WLTP-Reichweite, die Mercedes in großzügig bemessenen Spannen angibt: Sie reichen von 507 bis 660 Kilometer, allerdings handelt es sich dabei noch um „vorläufige Werte“. Ganz sicher hingegen sind hochwertige Bestandteile, etwa eine serienmäßig eingebaute Luftfederung, verschiedene Fahrprogramme und eine installierte Hinterachslenkung (die via Over-the-air-Update noch optimiert werden kann). Erneut kommt der beeindruckende MBUX Hyperscreen zur Anwendung, der mit drei riesigen Displays das Armaturenbrett praktisch in der vollen Breite auszufüllen vermag – natürlich gegen Aufpreis.

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Mercedes bewirbt den EQE 350+ mit bis zu 639 Kilometern elektrischer Reichweite. Die Preise beginnen bei 72.240 Euro.
© MediaPortal Daimler AG

Mitte des Jahres rollt der EQE leise zu den Händlern

Salzburg – Mit Bedacht hat Mercedes die Buchstabenkombinationen ihrer Elektrofahrzeuge ausgewählt, sie lehnen sich immerzu an schon etablierte Modelle an. Der EQS etwa deutet auf die luxuriöse S-Klasse hin, der in wenigen Wochen im Handel startende EQE verweist auf die etablierte E-Klasse. Mit einer Länge von 4,95 Metern und einem Radstand von 3,12 Metern signalisiert er stattliche Ausmaße und komfortables Fahren. Auf alle Fälle wird dieses sehr leise erfolgen, dank des Einbaus von ein bis zwei Elektromotoren (je nach Variante).

Das Basismodell, der 350+ ist mit einem 215 Kilowatt starken Aggregat bestückt (das sind 292 PS), das ein maximales Drehmoment von 565 Newtonmetern stemmt. Es ist in der Lage, den Hecktriebler in 6,4 Sekunden von null auf 100 km/h zu beschleunigen und bis zu 210 km/h Höchstgeschwindigkeit zu erzielen. Der installierte Lithium-Ionen-Akku hat eine Netto-Kapazität von rund 90 Kilowattstunden und stellt eine Reichweite von 639 Kilometern (WLTP) in Aussicht. Mercedes spricht unter Umständen sogar von 654 Kilometern.

Als leistungsgesteigerte Version bietet die hauseigene AMG-Schmiede den EQE 43 4Matic als Allradler mit 350 Kilowatt Leistung an. Darüber rangieren ein EQE 500 4Matic und eine AMG EQE 53 4Matic+, diese beiden Versionen will Mercedes allerdings erst später nachreichen.

Die Preisliste in Österreich eröffnet mit einem Betrag von 72.240 Euro. (hösch)


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