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„Weißer Rausch" ist auch noch nach 25 Jahren Kult

Der „Weiße Rausch“ lockt die Massen nach St. Anton und war nach zweijähriger Corona-bedingter Zwangspause selektiv wie selten zuvor.

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Erst fährt man auf Teufel komm raus, um am Ende doch mit abgeschnallten Skiern Richtung Ziel zu laufen. Nicht immer ganz einfach.
© Toni Zangerl

Von Toni Zangerl

St. Anton – Für die einen sind es Adrenalinjunkies, für andere schlichtweg Sportler der besonderen Art. Eine Frage der Betrachtungsweise. Aber Tatsache ist: „Es sind alle hervorragende Skifahrer, topfit und mit der nötigen Portion Ehrgeiz“, sagte Organisator und Erfinder Peter Mall. Er hatte 1998 den Kultbewerb in Anlehnung an den berühmten Film „Weißer Rausch“ im WM-Ort ins Leben gerufen. Und seither hat das Rennen von der Valluga bis in den Ort nichts an Attraktion verloren. Im Gegenteil. 555 Startplätze werden vergeben, das G’riss ist enorm, binnen wenigen Stunden ist das Kontingent ausverkauft.

Petra Zeller war bei den Damen die klar Schnellste.
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Heuer gab es nach zweijähriger Corona-bedingter Zwangspause die 23. Auflage. Die Bedingungen waren selektiv wie selten zuvor. Extrem flache Sicht, kühle Temperaturen, daher weniger Buckel und eine schnelle Piste. Aber der Streckenrekord von Lokalmatador Paul Schwarzacher aus dem Jahr 2011 (8:14 Minuten) blieb unerreicht. Knapp, aber doch. Der neue Sieger Dieter Bischof aus Damüls/Vorarlberg, seines Zeichens Flugretter beim ÖAMTC und Mitglied des Teams der staatlichen Skilehrerausbildung, bretterte in 8:19 Minuten die neun Kilometer lange Strecke hinunter und gewann vor dem dreifachen Sieger Florian Holzinger aus Bayern (8:30) und dem Südtiroler Mattia Galiani (8:49). Pech hatte Titelverteidiger Dominik Schranz, der sich nach einer Fast-Kolission mit Rang acht zufriedengeben musste.

Bei den Damen gewann Petra Zeller (GER/11:04) vor Lokalmatadorin Katrin Alber (11:50). Bei den Kindern gab es durch die beiden Lokalmatadore Casper und Xante Bartels Favoritensiege. „Echt cool, dass uns das gelungen ist“, sagten die beiden Geschwister. Xante siegte erstmals, Casper wiederholte seinen Erfolg von der letzten Auflage im Jahr 2019.

Der Vorarlberger Dieter Bischof (rechts) jubelte gemeinsam mit dem zweitplatzierten Bayern Florian Holzinger.
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Was wäre St. Anton ohne den Kultbewerb? „Sicher nicht das, als was es sich heute weltweit präsentiert und gilt. Wir leben von Sportevents, Winter wie Sommer. Das ist das Credo des WM-Ortes“, sagte TVB-Präsident Sepp Chodakowski. Und deshalb will St. Anton nach 2001 wieder eine Ski-WM. Kommenden Winter ist erst einmal die Junioren-WM an der Reihe ...


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