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„Mehr Natur im eigenen Sektionsgarten“: Alpenverein setzt auf Artenvielfalt

Mit der landesweiten Aktion „Mehr Natur im eigenen Sektionsgarten“ rückt der ÖAV-Landesverband die aktive Förderung der Biodiversität in den Fokus.

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In Wattens übergab der ÖAV-Landesverband hochwertige Nistkästen an die NaturschutzreferentInnen der Tiroler Alpenvereinssektionen. Viele heimische Brutvögel sind in akuter „Wohnungsnot“.
© Gerhard Lanbach

Innsbruck, Wattens – Ein positives Zeichen für den Naturschutz – im Speziellen hinsichtlich der Förderung der biologischen Artenvielfalt – setzten kürzlich die 38 Alpenvereinssektionen in Tirol. Mit einer landesweiten Aktion zeigte der Alpenverein auf, dass die Bewahrung der Biodiversität die Basis für eine intakte Umwelt bildet.

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„Mehr Natur im eigenen Sektionsgarten“: So lautete der Titel des Vorzeigeprojekts, organisiert vom Naturschutzteam des ÖAV-Landesverbandes Tirol: Dafür spendierte der Landesverband allen Sektionen hochwertige Vogelnistkästen für den eigenen Sektionsgarten bzw. das eigene Freigelände. Der Hintergrund: Viele heimische Brutvögel sind durch das Fehlen geeigneter Nistmöglichkeiten in „Wohnungsnot“. Bei einem Workshop im Rahmen der Übergabe der Nistkästen an die NaturschutzreferentInnen der einzelnen Sektionen am Areal des Alpenvereins Wattens stellte Matthias Karadar vom Tiroler Bildungsforum anschaulich dar, wie ein Naturgarten die Biodiversität in der eigenen Umgebung fördern kann. Der Experte gab viele wertvolle Hinweise, um den Garten für heimische Tier- und Pflanzenarten attraktiver gestalten zu können. Die Naturfotografen Reinhard und Heidi Hölzl (Sektion Schwaz) steuerten praktische Tipps für Nistkästen und deren Standorte, Fütterung und Wildbestäuber bei.

ÖAV-Landesnaturschutzreferent Andreas Aschaber freute sich über den großen Zuspruch, Landesvorsitzender Gerald Aichner regte an, diese Aktion über die Sektionen zu „multiplizieren“ – bei den Mitgliedern sowie in anderen Bundesländern.

Ihre Fortsetzung findet die Naturinitiative des Alpenvereins mit einer Führung im Naturschutzgebiet „Wörgler Filz“ am 1. Juni (mit Maria Ringler). Dieses als geschützter Landschaftsteil ausgewiesene Kleinod, inmitten des unter hohem Nutzungsdruck stehenden Inntals, gilt als Aushängeschild für die Artenvielfalt in Tirol. Mit einer weiteren Führung zur Artenvielfalt im alpinen Raum – geplant am 16. Juni im Stubai, mit Kathrin Herzer – rundet der ÖAV-Landesverband Tirol das vielfältige Projekt ab.

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Übrigens: Für Erwachsene und Kinder, die sich näher mit dem Thema „Brutvögel und spannende Durchzügler“ beschäftigen wollen, bietet die Innsbrucker Initiative „Dein Nachbar Lohbach“ am Samstag, den 7. Mai, eine ornithologische Exkursion an. Zunächst geht es in die Kranebitter Innauen – mit Fokus auf die Vögel des Auwaldes –, im Anschluss erkunden die Teilnehmer die Schotterbänke westlich vom Flughafen.

Treffpunkt ist um 8 Uhr bei der Bushaltestelle Standschützenkaserne Kranebitten. Anmeldung unter Tel. 0650/2207392 oder nachbar.lohbach@gmx.at (TT)


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