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Aufbruchsstimmung bei Tiroler Bädern vor der Sommersaison

Vor dem Auftakt der Badesaison herrscht Optimismus. Kopfzerbrechen bereiten jedoch die hohen Energiepreise sowie der Personalmangel.

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Tirols Bäderbetreiber blicken nach einem teilweise herausfordernden Winter jetzt durchaus positiv der Sommersaison entgegen.
© Böhm Thomas

Innsbruck – Im Jahr 2020/2021 fiel die Wintersaison der Hallenbad-Betreiber im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Und auch diesen Winter machten Pandemie und Lockdown den Bädern einen Strich durch die Rechnung: Insgesamt zählten sie 2,9 Millionen Besucher – und damit um gut eine Million weniger als im Winter vor Corona, wie Patrick Rauter, Fachgruppengeschäftsführer der Tiroler Bäder in der Wirtschaftskammer, sagt. Sobald das Schwimmen aber wieder möglich war, sorgte die enorme Nachfrage an Schwimm- und Sportkursen dafür, dass die Bäderbetreiber unterm Strich zufrieden bilanzieren können.

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Immerhin galt es, nicht nur den Rückstau des Herbst-Lockdowns, sondern auch jenen der ausgefallenen Wintersaison des Vorjahres abzuarbeiten.

„Wir sind in einer Phase der Aufbruchsstimmung“

„Herausfordernd ist weiter die Personalsituation“, sagt Rauter. Es werde immer schwieriger, Angestellte zu finden. Dazu gehe der Trend weg von der Vollzeit- hin zur Teilzeitanstellung. Gleichzeitig müsse dabei die hohe Qualität des Know-hows rund um Sicherheit und Hygiene gewährleistet sein. Trotz oder gerade wegen der schwierigen Situation der vergangenen Winter blicken die Bäderbetreiber jetzt positiv dem Sommer entgegen. „Wir sind in einer Phase der Aufbruchsstimmung“, erklärt Rauter.

Das bestätigt auch Ulrich Mayerhofer, Berufsgruppenobmann der Tiroler Bäder: „Die Vorbereitungen für den Sommer befinden sich vielfach bereits in der Endphase. Manche Bäder sperren bereits am 30. April auf, viele dann am 7. Mai oder je nach Höhenlage etwas später.“

Hohe Energiekosten als Herausforderung

Doch obwohl heuer im Gegensatz zu den vergangenen beiden Sommern keine Corona-Beschränkungen zu erwarten sind, fällt der Ausblick auf die Badesaison nicht völlig ungetrübt aus. Der Grund: die hohen Energiepreise.

Denn auch Freibecken müssen oft geheizt werden – und das geht ins Geld. „Im Tivoli-Schwimmbad wurde an einem Tag der Vorbereitung auf den Badebetrieb so viel Erdgas benötigt, wie ein Einfamilienhaus das ganze Jahr verbraucht“, rechnet Mayerhofer vor. Mittlerweile könne beim Tivoli dieser Bedarf zu 80 bis 90 Prozent über Wärmepumpen gedeckt werden. Aber auch andere Tiroler Schwimmbäder seien innovativ und würden auf alternative Energien wie Solar oder Fernwärme setzen. Dennoch sei nicht auszuschließen, dass sich die steigenden Energiekosten da und dort auf die Eintrittspreise auswirken werden.

Patrick Rauter (Fachgruppengeschäftsführer), Anna Jäger (Sportliche Leitung Tiroler Wassersportverein) und Ulrich Mayerhofer (Berufsgruppenobmann der Tiroler Bäder, v. l.) freuen sich gemeinsam mit Max auf den bevorstehenden Start der Sommersaison.
© WK Tirol

Optimismus herrscht dieser Tage auch beim Tiroler Wassersportverein. Dessen Sportliche Leiterin Anna Jäger lobt die zahlreichen Initiativen im ganzen Land, den Kindern die durch Corona verlorene Zeit im Wasser wiederzugeben: „Es wird viel daran gearbeitet, dass Kinder schwimmen lernen und Spaß haben im Element Wasser.“ Eine Realisierung des lange geforderten 50-Meter-Wettkampfbeckens im Zentralraum Innsbruck könnte dabei zusätzliche Wasserflächen schaffen und mehr Kinder zum Schwimmen bringen.

Ein Problem sei außerdem, dass es vor allem im ländlichen Raum – besonders im Unterland – kaum Schwimmgelegenheiten für Kinder im Winter gebe, so Jäger. (np)


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