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BM Willi möchte mit leistbarem Eigentum Mittelstand halten

Während sich Grüne und SPÖ um die Mittelschicht in Innsbruck sorgen, warnt die FPÖ, „nur für den Zuzug Wohnungen zu bauen“.

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BM Willi möchte für die Mittelschicht in Innsbruck leistbares Eigentum schaffen
© Böhm

Von Denise Daum

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Innsbruck – Verwundert, aber durchaus erfreut zeigt sich Bürgermeister Georg Willi (Grüne) über die Innsbrucker Sozialdemokraten. „Schön, dass auch die SPÖ nun den Mittelstand entdeckt“, sagt Willi in Hinblick auf die jüngste Forderung des SPÖ-Stadtparteivorsitzenden Benjamin Plach hinsichtlich der Vergabe von Stadtwohnungen. Wie berichtet, will die SPÖ Stadtwohnungen für den Mittelstand öffnen. Derzeit würden nämlich nur „die dringlichsten Fälle“ in einer leistbaren Wohnung unterkommen.

Mittelstand mit leistbarem Eigentum halten

Bürgermeister Georg Willi verweist darauf, dass der Großteil der Mittelschicht Eigentum schaffen möchte, anstatt ein Leben lang zu mieten. „Den Mittelstand halten wir in der Stadt, wenn wir leistbares Eigentum bieten. Und genau das lehnt aber die SPÖ ab“, wundert sich Willi. Die Stadt und die Innsbrucker Immobiliengesellschaft IIG verfolgen seit zwei Jahren ein „Leistbares Wohnen“-Konzept, die ersten Eigentumswohnungen wurden bereits übergeben.

Die Vergabekriterien für soziale Mietwohnungen sind politisch ein heißes Eisen. Es gibt dazu eine Arbeitsgruppe, während Corona tagte diese allerdings nur ein einziges Mal. „Die Thematik ist komplex, eine Überarbeitung der Richtlinien alleine reicht nicht aus. Hier geht es auch um Fragen der Baukosten oder um die Frage, wer die Zielgruppe bei kommunalem Wohnbau ist“, erklärt Willi. Sobald dazu die Meinungen aus den zuständigen Ämtern vorliegen, soll die Arbeitsgruppe damit befasst werden und diese noch vor dem Sommer das nächste Mal wieder tagen.

Davon abgesehen betont Willi, dass alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um die Wohnungspreise in den Griff zu bekommen: die Mobilisierung von Vorbehaltsflächen, die Leerstandsabgabe und die Bekämpfung des Missbrauchs von Airbnb. Hier scheitere er aber in vielen Punkten an ÖVP, Für Innsbruck und FPÖ, betont Willi. „Ich lade alle Parteien ein, mehr zu tun.“

FPÖ fordert Bekenntnis zu einheimischer Bevölkerung

Erfreut über „die Entdeckung des Mittelstands“ ist auch die FPÖ. Allerdings fordert FPÖ-Vizebürgermeister Markus Lassenberger ein „klares Bekenntnis, die einheimische Bevölkerung zu halten. Es nützt nämlich nichts, wenn die Stadt nur noch für den Zuzug baut, die Menschen immer seltener Deutsch sprechen und folglich soziale Brennpunkte entstehen.“ Die FPÖ verweist darauf, dass die ausländische Bevölkerung in der Landeshauptstadt in den letzten 27 Jahren um 394,5 Prozent zugenommen habe.

Die aktuelle Statistik zeigt, dass die Ausländerquote bei rund 30 Prozent liegt. In Innsbruck leben derzeit knapp 38.800 Personen aus 147 Ländern. 72,5 Prozent der ausländischen Staatsbürger sind EU-Bürger, darunter sind wiederum die zwei größten Gruppen Deutsche (45 %) und Italiener (18,4 %).

Aus dem asiatischen Raum leben 4319 Menschen in Innsbruck, die meisten unter ihnen stammen aus Syrien (1459 Personen) und Afghanistan (799).


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