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„Unfassbarer" Benzema hielt Real Madrid gegen ManCity im Finalrennen

Reals ÖFB-Star David Alaba blieb bei der 3:4-Niederlage bei Manchester City zur Pause "sicherheitshalber" in der Kabine. Pep Guardiola machte seinem spielbestimmenden Team keinen Vorwurf.

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Reals "Lebensversicherung": Stürmerstar Karim Benzema.
© IMAGO/Sebastian Frej

Manchester - Mit einem im Panenka-Stil verwandelten Handelfmeter hat Real Madrids Stürmerstar Karim Benzema am Dienstagabend beim 3:4 bei Manchester City die Chance auf den Finaleinzug in der Fußball-Champions-League erhalten. "Es ist unfassbar, was er diese Saison spielt", sagte auch ÖFB-Star David Alaba, der allerdings verletzungsbedingt zur Pause in der Kabine blieb. Er werde "alles dafür tun", um im Rückspiel am kommenden Mittwoch einsatzfähig zu sein, versprach der Wiener.

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Nach seinem Hattrick im Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain und seinen vier Toren gegen Titelverteidiger Chelsea war Benzema in seinem 600. Spiel für Real einmal mehr der Matchwinner. Der 34-jährige Franzose schnürte nach seinem Tor in der 33. Minute einmal mehr einen Doppelpack. Den dritten Treffer für den absehbaren spanischen Meister erzielte Vinicius Junior (55.). Manchester City war spielbestimmend und lag durch die Tore von Kevin De Bruyne (2.), Gabriel Jesus (11.), Phil Foden (53.) und Bernardo Silva (74.) ständig in Führung.

Mit nun neun Toren in den K.o.-Spielen dieser Champions-League-Saison ist Benzema fast im Alleingang dafür verantwortlich, dass Real erstmals seit 2018 das Endspiel der Königsklasse erreichen kann. Mit bisher insgesamt 14 Toren kann Benzema zudem den Rekord von Cristiano Ronaldo noch übertreffen, der in der Saison 2013/14 insgesamt 17 CL-Treffer markiert hat.

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Dass Benzema überhaupt zu dem Elfmeter angetreten ist, den er nach dem Vorbild des früheren tschechoslowakischen Nationalspielers und Rapidlers Antonin Panenka versenkte, zeugt auch von seinem unerschütterlichen Selbstbewusstsein. Immerhin hatte der Franzose jüngst beim 3:1-Erfolg bei Osasuna gleich zwei Strafstöße verschossen. "Ich habe immer im Kopf, dass du nie einen Elfmeter verschießt, wenn du nie antrittst. Das ist alles mental. Ich habe viel Selbstvertrauen ... also tu ich's, und es läuft gut", sagte er. "Ich war überrascht, dass er ihn auf diese Weise geschossen hat", meinte Trainer Carlo Ancelotti.

Real setzt nun alles auf das Rückspiel. "Das Wichtigste ist, dass wir nie aufgegeben haben und bis zum Ende dabei sind. Jetzt gehen wir ins Bernabeu wo wir unsere Fans mehr denn je brauchen und wir werden etwas Magisches schaffen - siegen", verkündete Benzema.

Vom Spiel begeistert, aber vom Resultat enttäuscht waren Spieler und Verantwortliche beim Premier-League-Ersten Manchester. "Wir haben viel gut gemacht, aber leider auch Tore kassiert. Wir hätten auch mehr schießen können. Wir haben ein fantastisches Spiel gegen einen unglaublichen Gegner gespielt", befand Trainer Pep Guardiola. Und Torschütze Phil Foden meinte frustriert: "An einem anderen Tag hätten wir meiner Meinung nach ein besseres Ergebnis erzielen können."

Alabas Einsatz im Rückspiel bleibt abzuwarten. "Wir haben ihn sicherheitshalber runtergeholt", sagte Ancelotti. Schon gegen Osasuna war der Verteidiger mit Adduktorenproblemen ausgewechselt worden, für das erste Duell mit ManCity fraglich gewesen. "Wir sind am Leben", meinte Alaba, der im "Sky"-Interview nach dem Spiel von Guardiola, seinem Ex-Coach bei Bayern München, geherzt wurde.

Guardiola war überzeugt, auch auswärts bestehen zu können. "Es ist ein guter Charaktertest. Wir fahren nach Madrid und wollen dort gewinnen", sagte der Spanier. Auch die englische Presse spendierte viel Lob. "Wunderbar und mit Wucht" habe City Real geschlagen, schrieb etwa die "Daily Mail". "The Sun" war vom gesamten Spiel angetan: "Zerreißt das Taktikhandbuch, tretet das Whiteboard um, schmeißt den Laptop mit den Datenanalysen weg - und gebt uns einfach mehr davon bitte." (APA/dpa)


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