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Sturm besiegt Salzburg, je ein Punkt für Rapid und Austria

Graz hat am Mittwoch in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga die Vizemeisterschaft fixiert. Rapid holte gegen Austria Klagenfurt nur ein 2:2. Der Vierte Austria und der Fünfte WAC liegen nach einem 1:1 im direkten Duell jeweils zwei Punkte hinter den Hütteldorfern.

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Sturm Graz hat den Bullen ein Bein gestellt.
© APA/ERWIN SCHERIAU

Sturm Graz - Red Bull Salzburg 2:1

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Sturm Graz hat Meister Salzburg die Generalprobe für das Cupfinale verpatzt und mit einem 2:1-Heimsieg vorzeitig den zweiten Platz in der Fußball-Bundesliga fixiert. Im Duell zweier völlig umgekrempelter Mannschaften behielten die Steirer erstmals in dieser Saison die Oberhand. Lukas Jäger (14.) und Jakob Jantscher (72.) trafen für Sturm, Benjamin Sesko sorgte vier Tage vor der großen Salzburger Doublechance für den zwischenzeitlichen Ausgleich (22.).

Sturm ging durch den überraschenden Sieg den finalen Schritt zu Platz zwei, der nach dem 2:2 von Verfolger Rapid gegen Klagenfurt schon drei Runden vor Schluss feststeht. Der Lohn ist der Einstieg in der Champions-League-Qualifikation. Die Gäste aus Salzburg hatten ihr erstes Ziel bereits am Sonntag abgehakt – und ordneten dem letzten verbleibenden am 1. Mai diesmal alles unter. Die zweite Saisonniederlage in der Liga war die Folge.

Nach der Meisterparty warf Salzburg-Trainer Matthias Jaissle in Graz die Rotationsmaschine an. Vor Stammgoalie Philipp Köhn blieb nur die zentrale Achse Maximilian Wöber/Nicolas Seiwald/Brenden Aaronson in der Startelf. Der Trainer schaute gespannt auf das Vorspielen einiger Spieler mit weniger Einsatzminuten. Entscheidend zeigte davon nur Sesko auf.

Sturm stellte sich ersatzgeschwächt entgegen. Christian Ilzer hatte fünf nominelle Stammspieler – darunter die Legionäre Gregory Wüthrich, Jon Gorenc-Stankovic und Rasmus Höjlund – zu ersetzen. Es reichte immerhin noch zu einer Startelf von ausschließlich arrivierten Bundesligaspielern.

Rapid Wien – Austria Klagenfurt 2:2

Rapid hat vor dem Wiener-Fußball-Derby keinen Sieg feiern können. Die Hütteldorfer trennten sich am Mittwochabend in der 7. Runde der Bundesliga-Meistergruppe von Austria Klagenfurt mit 2:2. Der Punkt fühlte sich allerdings wie ein Sieg an, gelang vor 13.400 Zuschauern doch zweimal der Ausgleich. Rapid hielt Rang drei, da auch die Austria beim WAC (1:1) remisierte. Der Abstand beträgt weiter zwei Punkte, auch auf die Wolfsberger. Klagenfurt fehlen vier Zähler auf Rang drei.

Nach einer über weite Strecken enttäuschenden Vorstellung vor allem der von Thomas Hickersberger und Matthias Urlesberger gecoachten Gastgeber nahm die Partie im Finish so richtig an Schwung auf. Florian Jaritz (70.) und Turgay Gemicibasi (84./Elfmeter) legten zweimal für Klagenfurt vor, Ferdy Druijf bewahrte sein Team aber mit einem Doppelpack (78., 88.) vor einer Niederlage. Der zweite Treffer gelang in Unterzahl, da Goalie Niklas Hedl nach einem unnötigen Schlag mit der Hand gegen Schumacher den Elfmeter verursacht hatte und ausgeschlossen wurde.

Der aufgrund seiner Sperre auf einer Kameraposition knapp unter dem Stadiondach sitzende Rapid-Coach Ferdinand Feldhofer bekam aus der Ferne eine äußerst schwache erste Hälfte seiner Truppe zu sehen. Die Gäste waren viel ballsicherer, selbst aber in den ersten 45 Minuten nur einmal gefährlich. Zur Pause kam bei Rapid im Mittelfeld-Zentrum Moritz Oswald für Dejan Petrovic und zumindest kurzzeitig etwas Schwung.

Durch das Ergebnis in Wolfsberg kamen die Rapidler noch mit einem "blauen Auge" davon und gehen nun mit einem Vorteil ins Prestigeduell mit der Austria am 8. Mai. Klagenfurt hat an dem Tag Vizemeister Sturm Graz zu Gast.

WAC – Austria Wien 1:1

Im Kampf um die Europacupplätze haben sich der WAC und Austria Wien am Mittwoch in der Fußball-Bundesliga mit 1:1 (0:0) getrennt. Nachdem auch das Parallelspiel zwischen Rapid und Austria Klagenfurt Remis endete, bleibt in der Tabelle drei Runden vor Schluss alles unverändert. Die Wiener Austria ist weiterhin punktegleich (22) vor dem WAC auf Rang vier. Auf Rapid fehlen dem Duo zwei Punkte, der Vorsprung auf Klagenfurt bleibt ebenso bei zwei Punkten.

Das erste Erfolgserlebnis des Tages gab es für die Austria schon rund eineinhalb Stunden vor Anpfiff, nachdem die Wiener die Lizenz für die kommende Saison erhalten hatten. Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, der Führungstreffer gelang aber erst nach der Pause durch Aleksandar Jukic (51.). Dem WAC gelang durch "Joker" Dario Vizinger der Ausgleich (64.) in einer Partie, die vor allem von der Spannung im Kampf um den Europacup lebte.

Austria-Trainer Manfred Schmidt veränderte sein Team gleich an vier Positionen gegenüber der bitteren 0:5-Niederlage am Sonntag in Salzburg. Vesel Demaku, Christian Schoissengeyr, Alexander Grünwald und Noah Ohio rückten in die Startelf. Beim WAC wurde vor allem die Rückkehr von Innenverteidiger Dominik Baumgartner freudig erwartet, zudem stand Stürmer Tai Baribo neu von Beginn weg am Feld.

Die erste Hälfte gehörte über weite Strecken der Austria, die das Spiel von Beginn an in die Hälfte der Kärntner verlagerte. Der WAC tat sich schwer, den Aufschwung vom Sieg im Kärntner Derby am Wochenende mitzunehmen. Viele Passungenauigkeiten machten das Leben schwer.

Eigentlich kam dann der WAC besser aus der Kabine, treffen sollte aber die Austria. Jukic wurde bei einer Suttner-Flanke an der langen Stange sträflich alleingelassen und verwertete volley zum 1:0 (51.). Anschließend schlief die Partie ein wenig ein, ehe dem WAC der überraschende Ausgleich gelang. Michael Liendl scheiterte zunächst noch an Patrick Pentz und der Sekunden zuvor eingewechselte Vizinger verwertete im Nachschuss (64.). (APA, TT.com)

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