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Lebensmittelerzeuger unter Druck: „Alles, was jetzt teurer wird, müssen wir weitergeben“

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Peter Mayr, Gerd Jonak, Peter-Paul Schweighofer und Stefan Mair (v. l.) samt ihren Köstlichkeiten.
© Die Fotografen

Innsbruck – Die steigenden Preise setzen die heimischen Lebensmittelerzeuger zunehmend unter Druck. „Alles, was jetzt noch teurer wird, müssen wir weitergeben“, sagt Peter Mayr, stellvertretender Berufsgruppensprecher der Konditoren in der Wirtschaftskammer. Die Unternehmen „können nicht alles alleine schlucken“. Die Nahrungs- und Genussmittelbetriebe seien mit steigenden Preisen aus allen Richtungen konfrontiert, sagt deren Sprecher Stefan Mair – angefangen von den Rohstoffen bis zu den Verpackungen.

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„Beim Schweinefleisch haben sich die Einkaufspreise von Februar bis April um 40 Prozent erhöht“, schildert Peter-Paul Schweighofer, der Tirols Metzgereien vertritt. Hinzu kommen Energiekosten, „die um ein x-Faches gestiegen sind“. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte werde man sehen, wohin die Reise geht, meint Gerd Jonak, Sprecher der Bäcker. Einig waren sich aber alle: Man werde die Preissteigerungen an die Konsumenten weitergeben müssen.

Angst, dass man damit durch die Pandemie gewonnene neue Kunden wieder an Diskonter verliert, haben die Branchensprecher aber nicht. Das Bewusstsein für Regionalität sei nachhaltig entstanden. Bäcker ohne touristische oder gastronomische Abhängigkeit machten im Schnitt seit Pandemiebeginn rund 20 Prozent mehr Umsatz, „auch anhaltend“, sagt Jonak. Das sei in Tourismusorten wie Sölden, wo über Monate die Gäste fehlten, freilich anders. Aber auch die Metzger konnten sich bei Betrieben, die nicht von der Gastronomie abhängig sind, über Zuwächse freuen.

Der Regionalitäts-Boom und die neue Wertschätzung spiegelten sich auch in den Lehrlingszahlen wider, die steigen in allen angesprochenen Bereichen, selbst bei den Metzgern, die seit Jahren einen Schwund erleiden, sei „die Talsohle erreicht“. (ah)

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