„Kein Wort zu viel“: Literaturpreise für Christoph W. Bauer und Angela Lehner
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Innsbruck, Pertisau – Christoph W. Bauer wurde am Mittwoch mit dem mit 12.000 Euro dotierten Innsbrucker Kunstpreis 2021 ausgezeichnet. Gewürdigt wird der Schriftsteller für sein bisheriges, Lyrik, Prosa, Feuilletons und Hörspiele umfassendes Werk. Dieses sei „Sprachkunst, kein Wort zu viel, kein Wort außerhalb seines Erzählrhythmus“, heißt es in der Jurybegründung – seine Sprache nehme sich zurück, sie presche vor, lote aus, verstöre, sei abstrakt und bildhaft.
Christoph W. Bauer zählt zu den renommiertesten Lyrikern des deutschen Sprachraums. 2015 wurde er mit dem Tiroler Landespreis für Kunst und dem Outstanding Artist Award des Bundes ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er den Gedichtband „an den hunden erkennst du die zeiten“ (2022). Der Preis der Landeshauptstadt Innsbruck für künstlerisches Schaffen wird jährlich alternierend in den Sparten Kunst, Literatur und Musik vergeben.
Auch die Osttiroler Autorin Angela Lehner wird dieser Tage gewürdigt. Zum Auftakt des LiteraTour-Festivals am Achensee erhält die 35-Jährige am Donnerstag, 5. Mai, das diesjährige Achensee-LiteraTour-Stipendium. Lehner legte Ende 2021 ihren zweiten Roman „2001“ vor. Für ihren Erstling „Vater unser“ gewann die Autorin 2019 den Österreichischen Buchpreis für das beste Debüt und den Rauriser Literaturpreis. In „2001“ erzählt Angela Lehner durchaus humorvoll und melancholisch, aber ohne falsche Sentimentalität von Jungsein und Erwachsenwerden in einem österreichischen Wintersportort.
Neben der neuen Stipendiatin zählen Michael Köhlmeier, Monika Helfer und Marie Gamillscheg zu den Gästen der heurigen Achensee-Literatour. Das Festival findet vom 5. bis 8. Mai zum elften Mal statt. (jole)
LiteraTour am See
Das Festival Achensee-LiteraTour findet heuer zum 11. Mal statt. Eröffnet wird es am Donnerstag, 5. Mai, mit Lesungen von Michael Köhlmeier und Monika Helfer im Hotel Entners in Pertisau. Beginn ist um 20 Uhr.
Am zweiten Festivaltag präsentiert Angela Lehner ihren Roman „2001“ – 15 Uhr im Posthotel Achenkirch. Am Freitagabend (19.30 Uhr) liest Bernhard Aichner im Fischergut in Pertisau aus „Brennweite“.
Die Lesung am Berg am Samstagvormittag auf der Erfurter Hütte bestreitet heuer Jessica Lind. Am Abend lesen Judith W. Taschler und Marie Gamillscheg im Alten Widum Achenkirch (20 Uhr).
Weitere Infos: www.achensee-literatour.at