Entgeltliche Einschaltung

Textilkette Ordia Österreich ist pleite, 239 Orsay-Mitarbeiter betroffen

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Die Modekette war bereits 2021 ein Sanierungsfall.
© APA/Punz

Wien, Innsbruck – Der österreichische Teil der deutschen Textilkette Ordia (Orsay) mit 51 Filialen hat die Eröffnung eines Konkursverfahrens beim Handelsgericht Wien beantragt, berichten die Gläubigerschützer KSV1870, Creditreform und AKV. Von der Insolvenz sind 239 Mitarbeiter sowie rund 110 Gläubiger betroffen. Die Verbindlichkeiten liegen bei rund 15 Mio. Euro. In Tirol betreibt Ordia Filialen in Innsbruck, Völs, Wörgl und Lienz.

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„Aufgrund der vorliegenden Informationen geht der KSV1870 aus heutiger Sicht davon aus, dass das Schuldnerunternehmen mittelfristig nicht fortgeführt werden kann und der vom Handelsgericht Wien zu bestellende Insolvenzverwalter das Unternehmen zu verwerten hat“, so der Kreditschutzverband. Laut Schuldnerangaben wird keine Sanierung angestrebt.

Als Grund werden massive Umsatzeinbußen durch die Covid-Pandemie angegeben, die auch nach dem Ende der Lockdowns nicht kompensiert werden konnten. Zwar habe es im Herbst, nachdem es über das Vermögen der Muttergesellschaft in Deutschland ein Insolvenzverfahren gegeben hat, laut dem Konkursantrag der Ordia noch Gesellschafterzuschüsse gegeben. Schlussendlich seien aber Gespräche mit potenziellen Investoren gescheitert. Daher sei der Insolvenzantrag unumgänglich gewesen. (TT)

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