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Aktionsplan soll dem Inn zu einem „Comeback“ verhelfen

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Im Aktionsplan sind über 250 Handlungsempfehlungen formuliert, die aufzeigen, an welchen Abschnitten des Inns welche Maßnahmen notwendig sind.
© Felix Lassacher

Innsbruck – Zurück zur Natur. Und zwar vom Ursprung in der Schweiz bis zur Mündung in Passau. Das sieht der Aktionsplan für den Inn vor, der gestern in Innsbruck präsentiert wurde. Wissenschafterinnen und Wissenschafter der Universität Innsbruck haben diesen im Rahmen des EU-Interreg-Projekts INNsieme erstellt und damit ein ganzheitliches Artenschutzkonzept für den gesamten Inn vorgelegt. Er entstand unter Federführung des Teams von Gewässerökologen Leopold Füreder in Kooperation mit dem WWF Österreich, dem Land Tirol, den Verbund-Kraftwerken und dem WWF Schweiz.

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Nicht nur für Flussuferläufer und Zwergrohrkolben ist der Inn Lebensraum und Lebensader.
© Felix Lassacher

Dabei habe man in einem ersten Schritt anhand alter Karten, Zeichnungen und Daten den historischen Zustand des Flusses erhoben, um diesen dann dem Ist-Zustand gegenüberzustellen. Das Ergebnis: Heute sind nur noch acht Prozent des Inns naturnah und viele Pflanzen- und Tierarten bereits ausgestorben oder bedroht. So hatte beispielsweise der Flussuferläufer durch Verbauung und Regulierung bereits in vielen Bereichen am Inn seinen Lebensraum verloren, wie Füreder erklärt. Die Art nehme aber die bereits neu geschaffenen Maßnahmenflächen sehr gut an. In den vergangenen 15 Jahren wurden nämlich an zahlreichen Stellen des Inns Rückbau- und Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt und der Natur damit wieder Raum zurückgegeben.

Im Rahmen der Erstellung des Aktionsplans wurden über 250 Handlungsempfehlungen formuliert, die aufzeigen, an welchen Abschnitten des Inns welche Maßnahmen notwendig sind, um für den jeweiligen Bereich gewässertypische Lebensräume wiederherzustellen. „2030 soll es den Arten wieder gut gehen“, sagt Gerhard Egger vom WWF Österreich. „Wir wollen wieder einen lebendigen Inn, wo Flora und Fauna einen Platz haben – aber auch wir Menschen.“ (np)

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