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KCNA: Kim will Armee in Nordkorea weiter aufrüsten

Nordkorea lehnt nach eigenen Angaben einen Krieg ab und erklärt, die Waffen würden nur der Selbstverteidigung dienen.

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Anfang der Woche fand anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Armee eine Militärparade statt, bei der neueste Raketen präsentiert wurden.
© KCNA VIA KNS/AFP

Pjöngjang – Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hat erneut zu einer Aufrüstung des Militärs in seinem Land aufgerufen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, habe Kim am Freitag bei einem Fototermin mit Truppen erklärt, die Armee solle „ihre Kräfte in jeder Hinsicht verstärken, um den Feind zu vernichten." Anfang der Woche fand anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Armee eine Militärparade statt, bei der neueste Raketen präsentiert wurden.

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Darunter waren auch die größte ballistische Interkontinentalrakete des Landes, die Hwasong-17, und eine kürzlich getestete Hyperschallrakete. Nordkorea lehnt nach eigenen Angaben einen Krieg ab und erklärt, die Waffen würden nur der Selbstverteidigung dienen. Bei der Militärparade sagte Kim jedoch, dass die Mission seiner Atomstreitkräfte über die Kriegsabschreckung hinausgeht und auch die Verteidigung der grundlegenden Interessen des Landes umfasst.

Nordkorea testete im vergangenen Monat ungeachtet internationaler Sanktionen erneut seine größten Interkontinentalraketen. Südkorea und die USA befürchten, dass sich das Land darauf vorbereiten könnte, angesichts der festgefahrenen Verhandlungen zum ersten Mal seit 2017 auch wieder Kernwaffen zu testen.

Einem am Donnerstag erschienenem Bericht des US-amerikanischen Center for Strategic and International Studies (CSIS) zufolge deuteten aktuelle Satellitenbilder darauf hin, dass die Vorbereitungen in vollem Gange seien und nicht als unbedeutende Aktivität abgetan werden sollten. Wie Analysten bestätigt hätten, ist offenbar der Tunnel Nr. 3 auf dem nordkoreanischen Atomtestgelände Punggye-ri wiederherstellt worden. Der Tunnel wurde jahrelang für unterirdische Atomexplosionen genutzt, bevor er 2018 im Rahmen der Denuklearisierungsgespräche mit Washington und Seoul geschlossen wurde. (APA/Reuters)

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