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Was Gediegenes für die Familie

Wenige Monate nach dem Start des Citan (Tourer) der zweiten Generation zeigt Mercedes erstmals die davon abgeleitete und veredelte T-Klasse. Eine Langversion folgt noch.

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Die neue T-Klasse fällt durch besondere Familienfreundlichkeit auf.
© Mercedes

Von Markus Höscheler

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Innsbruck – Was Mercedes einmal kann, kann das Unternehmen auch ein zweites Mal: Der Stern-Marke glückte der Balanceakt, den Markt zwischen V-Klasse und Vito zu unterscheiden, obwohl sie im Grunde dieselbe technische Basis verwenden. Nun steht der Citan am Scheideweg: Der kompakte Transporter erhält auf der veredelten Pkw-Seite der vom Marketingteam neu kreierten T-Klasse ein aufgewertetes Pendant, das sich in erster Linie an Familien richtet, die auf ein großes Raumangebot angewiesen sind.

Der Caddy-Gegner ist in der Basis kompakt gebaut, er bringt es auf eine Länge von 4,5 Metern, auf eine Breite von 1,86 Metern und auf eine Höhe von 1,81 Metern. Konzipiert als Fünfsitzer kann er ein Ladeabteil mit 520 Litern Volumen offerieren. Bei umgeklappter Rücksitzbank (fast eben zum Fahrzeugboden) sind es 2127 Liter. Grundsätzlich ist die Rücksitzbank im Verhältnis von 1/3 zu 2/3 geteilt, alle drei Sitze bieten Befestigungen für Kindersitze, womit Mercedes die Familienfreundlichkeit der T-Klasse einmal mehr unterstreicht. Ein Modell mit längerem Radstand (und einer dritten Sitzreihe) befindet sich übrigens in der Planung und wird laut Hersteller bald nachgereicht.

Zu den praktischen Eigenheiten des Fahrzeugs zählen eine verhältnismäßig niedrige Ladekante, zwei Schiebetüren und eine aufschwingende Heckklappe, die als Option durch zwei Hecktüren ersetzt werden kann. Mercedes will nicht nur, dass sich die T-Klasse vom verwandten Citan unterscheidet, sondern auch und erst recht vom Kooperationsmodell Renault Kangoo. Dabei helfen unter anderem das MBUX-Infotainmentsystem und ausgewählte Materialien. Besonders stolz zeigt sich das Unternehmen über die Verwendung der Leder-Nachbildung Artico im Innenraum.

Die Mercedes-Händler offerieren die neue T-Klasse mit insgesamt vier verschiedenen Motoren, zwei davon sind Benziner, zwei Diesel. Der Benziner, ein aufgeladenes 1,3-Liter-Vierzylinder-Aggregat, leistet wahlweise 102 oder 131 PS und stemmt ein maximales Drehmoment von 200 beziehungsweise 240 Newtonmetern. Der Normverbrauch der Ottomotoren bewegt sich zwischen 6,6 und 7,3 Litern Treibstoff je 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß liegt zwischen 150 und 165 Gramm je Kilometer.

Gleichermaßen zwei Leistungsstufen gibt es für den Selbstzünder, bei dem es sich um einen 1,5-Liter-Vierzylinder handelt. Der Ölbrenner ist mit 95 oder mit 116 PS Leistung versehen, das Drehmomentmaximum ist entweder mit 260 oder mit 270 Newtonmetern erreicht. Am Prüfstand benötigen die Diesel zwischen 5,3 und 5,9 Liter Kraftstoff bei einem CO2-Ausstoß von durchschnittlich 138 bis 154 Gramm je Kilometer.

Eines will Mercedes übrigens wiederholen: So wie bei den größeren Modellen V-Klasse und Vito soll es auch bei der T-Klasse eine Elektrovariante (EQT) geben. Eines aber wird sich laut Manager Magazin nicht fortsetzen: Dem Branchenblatt zufolge hat die der T-Klasse/Citan zugrunde liegende Kooperation zwischen Mercedes und Renault keine Zukunft mehr.


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