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Wiener Staatsoper: Premieren im Geiste Mahlers

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Vorschau auf nächste Saison: Staatsopernchef Bogdan Rošcˇić.
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Wien – Mit Inspiration aus der Geschichte geht die Wiener Staatsoper in die Spielzeit 2022/23. So widmet Direktor Bogdan Rošcˇić die neue Saison dem großen Vorgänger Gustav Mahler, der sein Amt vor 125 Jahren antrat. Demnach sollen die meisten der insgesamt sieben Opernpremieren den einen oder anderen Bezug zu Mahler aufweisen. „Aber ich habe nicht vor, aus Mahlers Wirken ein Motto herauszuleiern“, so Rošcˇić.

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Die erste Premiere am 29. September ist dezidiert Mahler gewidmet, wenn aus dessen Jugendwerk, der Kantate „Das klagende Lied“, und den „Kindertotenliedern“ der Abend „Von der Liebe Tod“ geformt wird, für den abermals Regisseur Calixto Bieito verantwortlich zeichnet.

Am 4. Dezember dann feiert Regiealtmeister Keith Warner sein Hausdebüt mit Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“, für das ein Ensemble um Michael Volle, Wolfgang Koch und Georg Zeppenfeld versammelt wird. Dann wird nach 50 Jahren die große „Salome“-Inszenierung von Boleslaw Barlog ersetzt, wenn am 2. Februar der 47-jährige Franzose Cyril Teste, der vom Sprechtheater kommt, die Strauss-Oper neu deutet. Die Titelpartie wird die 48-jährige Schwedin Malin Byström übernehmen.

Weiter geht es am 11. März mit „Le nozze di Figaro“ als dem von Mahler während seiner Direktionszeit meistdirigierten Werk, mit dem die Da-Ponte-Trilogie von Regisseur Barrie Kosky am Haus fortgeführt wird. Fortgesetzt wird auch das Monteverdi-Projekt, erklingt doch am 2. April erstmals „Il ritorno d’Ulisse in Patria“, wieder mit dem Concentus Musicus.

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Den Premierenabschluss bildet Francis Poulencs „Dialogues des Carmélites“, die am 21. Mai 2023 von der jungen Salzburgerin Magdalena Fuchsberger gestaltet wird.

Klar positionierte sich Rošcˇić zur Debatte um das Engagement russischer Klassikkünstler in Zeiten des Ukraine-Krieges. „Das ist ein unglaubliches Bubble-Thema. Ich glaube, dass das Publikum daran vollkommen desinteressiert ist. Da werden die Opfer instrumentalisiert, um Rechnungen in der Kulturszene zu begleichen. Und da bekommt Teodor Currentzis ein gerüttelt Maß ab.“ (APA)


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