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Kardinal Kambanda aus Ruanda: Versöhnung ist alternativlos

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Vorne Kardinal Kambanda mit Bischof Glettler (r.), hinten Jutta Becker, Missi­o Österreich (l.), Julia Stabentheiner, Leitung Welthaus.
© Böhm

Innsbruck – Einen hochrangigen und interessanten Gast konnte das Welthaus am Freitag begrüßen. Kardinal Antoine Kambanda aus Ruanda sprach im Beisein von Tirols Bischof Hermann Glettler über die Rolle der Religionen bei Konflikten, aber auch bei Versöhnungsprozessen.

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Der jetzige Kardinal studierte während des Ruanda-Genozids in Rom. Die Ethnie der Hutu tötete 1994 binnen 100 Tagen mindestens 800.000 Angehörige der Tutsi. Kambandas Familie wurde bis auf einen Bruder ausgerottet. Dennoch kehrte Kambanda in seine Heimat zurück und initiierte ein Versöhnungsprogramm. Ein Interview mit dem Kardinal lesen Sie am Sonntag in der TT. Laut Kambanda geht der Prozess des Verzeihens in Ruanda weiter. Er hofft auf eine friedvolle Zukunft. Mittlerweile sehen sich alle als Ruander, die politisch konstruierte Einteilung in Volksgruppen sei aufgehoben worden. Die Versöhnung sei alternativlos, Täter und Opfer familiär verflochten.

Zum Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine erklärte der Kardinal, Papst Franziskus rufe Putin mit Nachdruck dazu auf, diesen Krieg sofort zu beenden. Bischof Glettler unterstrich das Recht auf Selbstverteidigung der Ukrainer, den Zusammenhalt der Religionsgemeinschaften in der Ukraine sowie die Unterstützung der Flüchtenden auch durch viele Katholiken. Eine klare Positionierung des Patriarchen in Moskau gegen den russischen Angriff nannte er das Wunder, das man sich erhoffe. (pla)

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