Entgeltliche Einschaltung

Die ÖVP hat als Partei „schon einfachere Zeiten erlebt“

Die Ursachen für den derzeitigen Zustand der ÖVP – vom U-Ausschuss ob der Korruptionsvorwürfe bis zur Finanz-Affäre in Vorarlberg – nannte Johanna Mikl-Leitner bei ihrer Wiederwahl zur Obfrau der ÖVP nicht, bedauerte aber das Bild, das zum Teil vermittelt wird.

  • Artikel
  • Video
  • Diskussion (3)
Mikl-Leitners Vorgänger Erwin Pröll war auch unter den Geladenen beim Parteitag.
© APA/Steinmaurer

St. Pölten – Vier Landtagswahlen stehen im kommenden Jahr an, die erste ist in Niederösterreich; regulär Anfang 2023. Bei einer dortigen Partei ist schon gestern intern gewählt worden. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stellte sich der Wiederwahl als Obfrau der ÖVP.

Entgeltliche Einschaltung

📽️ Video | Mikl-Leitner erneut Landesobfrau

99,5 Prozent der Delegiertenstimmen hat sie bekommen; das sind mehr als bei ihrer ersten Kandidatur, im März 2017. Damals war die einstige Innenministerin auf 98,5 Prozent Zuspruch gekommen. Sie löste den langjährigen ÖVP-Chef und Landeshauptmann Erwin Pröll ab. Er war nun in St. Pölten zugegen, detto Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. In ihrer Rede vor den 1100 Geladenen – darunter 415 stimmberechtigte – befand Mikl-Leitner: „Als Partei, noch dazu als Volkspartei, haben wir schon einfachere und angenehmere Zeiten erlebt. Und so wie vielen anderen vermittelt mir in manchen Bereichen Politik heute ein Bild, das ich ablehne, das ich so nicht möchte – schon gar nicht für Niederösterreich.“

Die Ursachen für den derzeitigen Zustand der ÖVP – vom U-Ausschuss ob der Korruptionsvorwürfe bis zur Finanz-Affäre in Vorarlberg – nannte sie nicht. Sie beklagte die Tadel ob dieser Vorgänge. Es tue ihr weh, wenn die Volkspartei kritisiert werde – „weil es viel zu oft nicht angemessen und nicht gerecht ist, was uns manche vorwerfen“. Auch Kanzler Karl Nehammer, er entstammt Niederösterreichs ÖVP, war vor Ort. Über die Krisen – von der Pandemie über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine bis zur Teuerung und dem Pflegeproblem – sprach er: „Wir können das alles schaffen.“ Das Bühnenbild war geprägt von den Landesfarben Blau-Gelb. Die ÖVP hat in Niederösterreich die absolute Mandatsmehrheit. (kale)

Jetzt einen von drei Weber Grill gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung