Entgeltliche Einschaltung
Plus

Labyrinthe und Irrgärten: Wandern auf Wegen voller Wendungen

In Serbien wurde das größte Labyrinth Europas eröffnet. Stimmt nicht. Das liegt doch in Italien. Auch falsch, denn das sind ja beides Irrgärten. Verwirrt? Ein Labyrinthplaner führt uns auf den richtigen Weg.

  • Artikel
  • Diskussion
Das Leben ist wie dieses Labyrinth in Venedig oft voller Wendungen.
© imago

Von Matthias Christler

Entgeltliche Einschaltung

Vor knapp einer Woche landete eine kurze Mail, ohne Anrede, ohne Absendersignatur und mit nur einer Frage bei uns in der Redaktion: „Wussten Sie, dass sich der größte Labyrinthpark Europas in Serbien befindet?“ Nein, wussten wir nicht. Aber wir wollten mehr wissen und so haben wir die mysteriöse Welt der Labyrinthe betreten. Vorsicht, der Weg führt manchmal in die Irre. Das beginnt damit, dass man bei der Antwort auf die Mail aus Serbien nur eine Fehlermeldung retour bekommt. Über den Umweg einer Internetsuche landet man bei „Bora Lavirint“, der Webseite des Labyrinthparks. Dort erfährt man, dass sich der Park südlich von Belgrad in Batocina befindet, vor drei Wochen eröffnet wurde und das Labyrinth eine Fläche von 7000 Quadratmetern umfasst. Aber halt, was steht da noch? „Das größte Labyrinth auf dem Balkan.“ Aha, da wurden wir wohl in die Irre geführt und es ist doch nicht das größte in Europa.

In Batocina in Serbien wurde ein riesiger Labyrinthpark mit vielen Abzweigungen und Sackgassen angelegt. Damit niemand verloren geht, steht am Turm in der Mitte ein Wächter, der einen wieder ins Freie lotsen kann.
© Candolini

Das wird nämlich auch über das „Labirinto della Masone“, das vor einigen Jahren in Italien westlich von Parma gestaltet wurde, behauptet. Dort führen drei Kilometer Wege durch zum Teil mehrere Meter hohe Bambuspflanzen. In Batocina soll allein der Hauptweg zur Mitte dreieinhalb Kilometer lang sein, allerdings sind dort die Wege viel schmäler als beim italienischen Labyrinth.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung