Entgeltliche Einschaltung

Gewerbegebiet: Zirl wies Einsprüche gegen Widmungseinschränkung ab

  • Artikel
  • Diskussion

Zirl – Mit klarer 17:2-Mehrheit hat der Zirler Gemeinderat am Donnerstag eine Reihe von Stellungnahmen abgewiesen, die sich gegen eine Flächenwidmungsplanänderung im Bereich Gewerbegebiet Europastraße/Salzstraße richteten. Wie mehrfach berichtet, hatte der Gemeinderat im Dezember 2021 mehrheitlich den Entwurf für eine Widmung „eingeschränktes Gewerbegebiet“ beschlossen – diese betrifft in Summe 17 Grundstücke und besagt, dass dort künftig u. a. Betriebe der Asphalt-, Beton- und Schotterproduktion bzw. Schotterverarbeitung und -lagerung nicht zulässig sind. Um diese Widmungseinschränkung bis zu ihrer Rechtskraft abzusichern, stimmte der Gemeinderat im Jänner zudem mehrheitlich für eine Bausperre.

Die Beschlüsse stießen jedoch auf teils massive Kritik – nicht nur auf politischer Ebene (vor allem bei der Liste „Zirl Aktiv“), sondern vor allem bei betroffenen Grundeigentümern selbst. Mit deren Stellungnahmen (wie auch jener des Standortanwaltes) habe sich der Ausschuss für Raumordnung und Bauen nun eingehend befasst, erklärte Obmann Vize-BM Lukas Kaufmann (Für Zirl). Die umfangreichsten Einwendungen (über 80 Seiten) kamen dabei von einer Firma mit Hauptsitz in Inzing, die in Zirl ein Produktionswerk für Betonfertigteile plant. Dabei habe das Unternehmen besonders auf einen alten Vertrag zwischen der Firma und dem vormaligen Eigentümer verwiesen, sagt Kaufmann. Diesen Vertrag habe die Gemeinde von ihrem Juristen prüfen lassen – mit dem Ergebnis, „dass der Vertrag keine Wirksamkeit und keine Auswirkung auf das Verfahren hat“. Mit zwei Gegenstimmen von „Zirl Aktiv“ beschloss der Gemeinderat daher, an der Widmungseinschränkung festzuhalten. Jetzt ist das Land mit der Verordnungsprüfung am Zug. (md)

Entgeltliche Einschaltung

TT-ePaper 4 Wochen gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, ohne automatische Verlängerung

TT ePaper

Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung