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Die Natur hautnah erleben mit dem Alpenverein Imst

Die Sektion Imst des ÖAV hat mehr Mitglieder, als manche Orte Einwohner haben. Man schätzt Naturverbundenheit und Kameradschaft.

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Das Foto zeigt die Muttekopfhütte im Jahr 1925. Heuer feiert sie ihr 130-jähriges Bestehen, während die AV-Sektion Imst-Oberland bereits 150 Jahre alt ist.
© Sammlung Risch-Lau, Vorarlberger Landesbibliothek

Von Thomas Parth

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Imst – Mit über 3000 Mitgliedern ist die Sektion Imst-Oberland der mitgliederstärkste Verein in der Bezirkshauptstadt Imst. Wie sich der Mensch in der Natur bewegen kann und welche Besonderheiten dort auf Sportler, Familien und bloße Betrachter warten, lockt hier seit 150 Jahren die Leute hinterm Kachelofen hervor. Zum Alpenverein in Imst gehören die fünf Ortsgruppen Tarrenz, Roppen, Arzl/Wald, Jerzens und Wenns.

Im Mehrzweckgebäude in Tarrenz wurde deutlich, dass der Erfolg der Imster Sektion auch eng mit der seit 130 Jahren bestehenden Muttekopfhütte, oberhalb von Imst, zusammenhängt. „Es ist unbestritten, dass die touristischen und alpinen Erschließungen der Lechtaler Alpen im Imster Bereich sowie des Pitztals maßgeblich von der Imster Sektion getragen wurden. Dies war der ursprüngliche Auftrag laut unseren ersten Statuten. Dort hieß es, ‚die Kenntnis vom Gebirge zu erweitern und die Bereisung zu erleichtern‘. Der Naturschutzauftrag kam 1927 hinzu“, berichtete Markus Welzl in seinem Rückblick.

Als Festredner fungierte der ehemalige Generalsekretär des Österreichischen Alpenvereins, Robert Renzler. Er spannte den thematischen Bogen von „Berg und Mensch“ bis zur Rolle des Vereins „als Mittler mit gesellschaftlicher Verantwortung“. Unter dem Tagesordnungspunkt „Allfälliges“ gab es dann noch eine Überraschung – zumindest für den langjährigen Obmann der Sektion (2001 bis 2017), Markus Welzl. Dieser wurde von allen anwesenden Mitgliedern für seine großen Verdienste rund um den Verein einstimmig zum Ehrenmitglied der Sektion ernannt. Besonders verdient machte sich Welzl um den Erhalt der Muttekopfhütte, doch auch was den Umgang mit der heimischen Natur angeht, zeigte Welzl stets Haltung.

„150 Jahre und 130 Jahre gehören gefeiert!“, betonte die Imster Alpenvereins-Obfrau, Tini Gastl. Die Sektion möchte im Jubiläumsjahr 2022 noch sichtbarer als sonst in Erscheinung treten. „Wir haben uns ein ambitioniertes Programm über zwölf Monate überlegt. So wünschen wir uns und euch allen ein unfallfreies Bergjahr 2022. Und wir freuen uns darauf, euch bei unserem kostenlosen Ausbildungs- und Tourenangebot sowie bei unseren zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen anlässlich 150 Jahre Sektion Imst-Oberland und 130 Jahre Muttekopfhütte begrüßen zu dürfen“, so Gastl.

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Im Jubiläumsjahr kommt dem Nachwuchs eine spezielle Bedeutung zu. „Die Basis jedes Vereines bildet die Jugendarbeit. Bei uns bieten äußerst aktive Jugend-, Familien- und Sportklettergruppen mit vielen erfolgreichen Kletterern aus der Sektion abwechslungsreiche Programme für Kinder und Jugendliche. Daraus kristallisiert sich in weiterer Folge auch der Nachwuchs für unseren Alpinbereich heraus“, unterstreicht die Obfrau die Bedeutung der Jugendarbeit. Tini Gastl kommt selbst aus der AV-Jugend und war seit 1993 in verschiedenen Funktionen tätig.

Bei stetig wachsendem Interesse steht dem Fortbestand des Vereins vorerst nichts im Weg. Auch die Muttekopfhütte lockt bald wieder, Ende Mai, zur Einkehr.


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