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Großbrand in Stanz zeigte Grenzen der Löschwasserversorgung auf

Nach dem Großbrand will die Gemeinde Stanz die Löschwasserversorgung nachbessern.

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Im vergangenen September brannten in Stanz ein Stall sowie ein Wohnhaus. Das Löschwasser ist in der Gemeinde nun Thema.
© zoom-tirol

Von Matthias Reichle

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Stanz bei Landeck – Als sie eintrafen, standen sie vor einem wahren Flammenmeer. Insgesamt 220 Feuerwehrleute kämpften im vergangenen September in der kleinen Gemeinde Stanz bei Landeck dagegen an, dass sich ein Großbrand, der einen Stall und ein Wohngebäude erfasst hatte, weiter ausbreitet.

Eine Herausforderung war das Löschwasser. Insgesamt eine Million Liter wurden in der Nacht verbraucht, um die brachiale Gewalt der Flammen einzudämmen. Von einem außergewöhnlichen Ereignis sprechen Feuerwehrmänner, wenn sie sich an den Einsatz erinnern.

Um während der gesamten Löscharbeiten genug Wasser zur Verfügung zu haben, wurde neben den regulären Bassins auch ein Fischteich angezapft. Zusätzlich legten die Feuerwehrleute eine rund zwei Kilometer lange Leitung von einem Landecker Hydraten aus nach Stanz. „Ansonsten wäre es über einen längeren Zeitraum knapp geworden“, bestätigt der Landecker Feuerwehrinspektor Thomas Greuter.

Wie viel Wasser beim Brandereignis verbraucht wurde, zeige der Vergleich mit dem großen Waldbrand in Pinswang, der die Einsatzkräfte im heurigen März in Atem hielt. Dort wurden laut Greuter insgesamt zwei Millionen Liter Wasser verwendet.

Von einem „harten Ereignis“ für die Gemeinde sprach der Stanzer Bürgermeister Ferdinand Beer beim heurigen Bezirksfeuerwehrtag. „Wir haben eine tipptopp ausgerüstete Feuerwehr.“ Die Situation der Löschwasserversorgung in der trockenen Gemeinde will man aber verbessern. Erste Maßnahmen wurden bereits gesetzt – etwa hat man die Bewässerungsleitung mit Hydranten ausgerüstet. In den kommenden Jahren plant man auch einen großen Löschwasser- und Bewässerungsteich oberhalb der Gemeinde.

Der Großbrand in Stanz war einer der größten Feuerwehreinsätze im Bezirk Landeck 2021. Insgesamt rückten die 2637 aktiven Florianijünger 902-mal aus.


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