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Eine Rückkehr mit Kämpferherz: Tiroler Frauen erobern die Bundesliga

Nach zehn Jahren Pause steht zum Bundesliga-Auftakt am Samstag endlich wieder eine Frauenmannschaft aus Tirol auf der Judo-Matte.

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Das Team Tirol freut sich auf die Liga-Rückkehr (v. l.): Coach Fabian Hofer, Leonie Brugger, Sarah Wolfgang, Leonie Kraft, Nadine Jäckel, Andjela ­Martinovic, Larissa Glotz, Melanie Martiner, Sarah-Marie Wibmer, Verena Fröhlich sowie Landestrainerin Anna-Katharina Told.
© Judo Landesverband Tirol

Von Benjamin Kiechl

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Innsbruck – „Heimat bist du großer Töchter“, heißt es in der Bundeshymne und im Judosport haben „Judo-Mama“ Sabrina Filzmoser (OÖ), die Olympia-Zweite Michaela Polleres (NÖ) oder die fünffache EM-Medaillengewinnerin Bernadette Graf aus Tulfes für Rot-Weiß-Rot viel bewegt. In der heimischen Judo-Bundesliga der Damen indes war Tirol seit dem Meistertitel im Jahr 2012 ein weißer Fleck auf der Landkarte.

Das hat sich nun geändert: Unter der Leitung der Tiroler Landestrainerin Anna-Katharina Told scharrt ein junges, hungriges Team mit den Hufen und will am Samstag (10 Uhr) zum Saisonstart in Bischofshofen (Sbg.) aufzeigen. Das Team Tirol schickt zwölf Kämpferinnen auf die Wettkampfbühne. „Die meisten Sportlerinnen kommen vom Judozentrum Innsbruck. Wir bekommen Verstärkung durch zwei Athletinnen aus Osttirol (Wibmer und Brugger), aus Vorarlberg und durch die Kufsteinerin Natascha Pircher“, berichtet die Innsbruckerin Told, die von Fabian Hofer beim Coaching unterstützt wird.

In der ersten Runde tritt das sehr junge Team (zwischen 14 und 24 Jahren) gegen die Gastgeberinnen von Sanjindo Bischofshofen mit der Osttirolerin Christina Raffler an. Ein Härtetest, zählen die Pongauerinnen doch zu den Favoritinnen auf den Titel. Weitere Duelle stehen gegen UJZ Mühlviertel, Galaxy Klosterneuburg, WKG Burgkirchen/Flachgau Dynamic One am Programm.

„Wir freuen uns sehr auf die Bundesliga-Rückkehr. Unser Team besteht aus vielen Hobby- bzw. Nachwuchsjudoka und nur wenigen routinierten Kämpferinnen“, meinte Told, die ihrer Truppe eine Überraschung zutraut. „Vor allem geht es darum, Erfahrungen zu sammeln. Viele wachsen in einer Mannschaft über sich hinaus, kämpfen über ihren Erwartungen und verhelfen dem Team zu Siegen, mit denen man nicht gerechnet hätte.“

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Ziel sei es, die Tiroler Damen in der Bundesliga in den nächsten Jahren zu etablieren. „Ich hoffe, dass eine Dynamik entsteht. Außerdem würde es mich freuen, wenn es junge Mädchen aus Tirol motivieren würde, in unserem Team dabei sein zu wollen!“ Mit Leonie Kraft und der Vorarlbergerin Anna-Lena Schuchter fallen zwei Kämpferinnen verletzungsbedingt aus. Bei der zweiten Bundesliga-Runde im Herbst will man gegen Meister JC Wimpassing sowie Steiermark, Reichraming und Wien in Bestbesetzung antreten.


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