Entgeltliche Einschaltung

Die Teuerung ist bereits im Geldbörsl angekommen

Nicht nur bei Energie, auch bei Lebensmitteln ist die Teuerung bereits spürbar. Neun von zehn Österreichern schränken ihre Ausgaben ein.

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Die Teuerung macht sich spürbar.
© BARBARA GINDL

Wien – Die hohe Inflation ist nicht nur ein statistisches Phänomen, sie ist auch im Geldbörsl der Österreicherinnen und Österreicher spürbar. Knapp 90 Prozent gaben in einer Umfrage in der ersten Aprilhälfte an, ihre Fixkosten seien gestiegen, praktisch alle rechnen heuer mit einem Anstieg. Spürbar sind die Preissteigerungen längst nicht mehr nur bei Treibstoffen, Strom und Gas sowie Wohnkosten, sondern auch bei Lebensmitteln und Lokalbesuchen, zeigt eine Durchblicker-Umfrage.

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Neun von zehn Befragten schränken ihre Ausgaben wegen der Inflation ein, 38 Prozent sogar sehr. Schlechte Nachricht für die heimische Gastronomie: Drei Viertel sparen nun beim Ausflug in Restaurants, Bars und Café. Aber auch für Bekleidung und Reisen gibt die Mehrheit nun weniger aus. Zwölf Prozent haben weniger Geld für Gesundheit und Bildung zur Verfügung.

Jeder achte Haushalt gab in der Umfrage an, die Fixkosten nicht mehr decken zu können. Dabei kommt zur Inflation noch dazu, dass 18 Prozent der Haushalte mit weniger Einkommen auskommen müssen, wegen Kurzarbeit oder einer Kündigung. In Wien und Kärnten hat sogar fast ein Viertel der Haushalte weniger Geld zur Verfügung. Allerdings ist die Lage derzeit wesentlich besser als vor einem Jahr, im April 2020 hatten noch 43 Prozent der Haushalte über Einkommenskürzungen geklagt.

Tiroler etwa weniger pessimistisch

"62 Prozent der österreichischen Haushalte sind hinsichtlich ihrer persönlichen, finanziellen Situation besorgt und rechnen mit keiner Besserung", heißt es in der Umfrage. Am pessimistischsten sind dabei die Menschen im Burgenland, überdurchschnittlich düster blicken auch Oberösterreicher, Niederösterreicher, Kärntner, Steirer und Salzburger in die Zukunft, etwas weniger pessimistisch sind die Wiener, Tiroler und Vorarlberger.

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Mehr als die Hälfte der Befragten hat in den letzten drei Monaten eine Erhöhung der Strom- oder Gasrechnung erlebt. Nun wollen 84 Prozent beim Strom sparen, etwa durch den Austausch von Altgeräten, 75 Prozent wollen beim Heizen sparen, darunter 8 Prozent durch den Einbau neuer Heizungssysteme. Knapp die Hälfte denkt über die häufigere Nutzung von Rad oder Öffis nach. 15 Prozent wollen sich eine günstigere Wohnung suchen, 7 Prozent anders bei den Wohnkosten sparen.

Das Marktforschungsinstitut respondi hat im Auftrag von Durchblicker in der ersten Aprilhälfte 1.200 Personen befragt, die Ergebnisse seien repräsentativ für die erwachsene Bevölkerung. (APA)


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