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Qualifiziertes Cyber-Security-Personal in Österreich Mangelware

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43 Prozent der Unternehmen brauchen mindestens vier Monate, um IT-Fachpersonal zu finden, indessen häufen sich die Cyber-Angriffe.
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Wien – Mindestens vier bis sechs Monate suchen fast die Hälfte (43 Prozent) der österreichischen Unternehmen nach qualifiziertem Cyber-Security-Personal, geht aus einer aktuellen KPMG-Studie unter 550 österreichischen Betrieben hervor. Der Mangel an IT-Fachkräften bereite den Unternehmern zunehmend Kopfschmerzen: 74 Prozent gaben an, Schwierigkeiten beim Rekrutieren von IT und Security-Experten zu haben. Dabei werden die Fachkräfte dringend gebraucht. 67 Prozent der Unternehmen wurden laut der Umfrage bereits Opfer einer Cyber-Attacke, 20 Prozent erlitten dabei einen finanziellen Schaden.

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Gleichzeitig professionalisiere sich die Cyber-Crime-Szene: Im Vorjahr waren bereits 14 Prozent der Unternehmen direkt von Ransomware-Angriffen betroffen. „Mittlerweile beinhaltet der Großteil dieser Attacken neben der Dateiverschlüsselung und Erpressung auch den Diebstahl von Unternehmensdaten und die Drohung, den Zugriff an Trittbrettfahrer weiterzuverkaufen“, erklärt Robert Lamprecht von KPMG Austria. Allein im Jahr 2021 erhöhte sich die Anzahl der Ransomware-Angriffe laut World Economic Forum weltweit um 435 Prozent. In Österreich beurteilt bereits jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) diese Thematiken als besondere Herausforderung. „Cyberbedrohungen sind heute ein Teil der Digitalisierung“, sagt Lamprecht.

Jedes dritte Unternehmen (36 Prozent) sieht zudem pessimistisch in die Zukunft und erwartet in den nächsten zwölf Monaten Verschlechterungen im Cyber Security-Bereich. „Die Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre haben uns in dramatischer Weise die Verwundbarkeit unserer staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systeme vor Augen geführt“, so Erwin Hameseder, Präsident des Kompetenzzentrums Sicheres Österreich, das die Studie gemeinsam mit KPMG durchführte. Dabei wurde die Umfrage vor Beginn des Kriegs in der Ukraine durchgeführt. „Es ist daher mit einer Verschärfung der Bedrohungslage im Cyberspace zu rechnen“, schreiben die Studienautoren. Cyber-Resilienz, die Widerstandsfähigkeit der Geschäftsprozesse trotz widrigster Umstände sicherzustellen, bleibe das große Ziel, heißt es weiter. Dafür müsse aber der „Austausch über Angriffe ohne Scham und Grenzen intensiviert werden“. (TT)


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