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„Pflege geht uns alle etwas an“: Gewerkschaften rufen zu Groß-Demo auf

Vier Gewerkschaften rufen kommende Woche zur Groß-Demo auf. Untätigkeit der Bundesregierung „unerträglich“.

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Die Protestschilder für nächste Woche stehen bereits bereit.
© Mitterwachauer

Innsbruck – Busse mit Demonstranten aus Salzburg und Vorarlberg sind angekündigt. Am 12. Mai werden vier Gewerkschaften vom Innsbrucker Hauptbahnhof aus um 13.30 Uhr via Klinik Richtung Landhausplatz marschieren. Es geht um die Pflege und deren dringende Reformbedürftigkeit. Auf so vielen Ebenen, wie gestern der ÖGB Tirol nicht nur die Pflegemitarbeiter, sondern auch die Bevölkerung ganz allgemein aufrief, sich dem Demonstrationszug anzuschließen: „Denn die Pflege geht uns alle etwas an.“

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Zum wiederholten Male appellierten die Gewerkschaften gestern an die Bundesregierung, endlich die versprochene Reform anzugehen. Dass Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) angekündigt hat, Ende Juni ein Paket vorzulegen, sei zu wenig. Man wolle zuvor schon in die Verhandlungen miteingebunden sein, so Gerhard Seier, Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD): „Die Untätigkeit der Bundesregierung ist unerträglich.“ Aber auch das Land stehe in der Pflicht. Wie mit einer vollwertigen Bezahlung für Auszubildende. Die Pandemie sei nicht an allem in der Pflege schuld, viele Probleme hätten bereits vorher bestanden, so Seier. Werde nicht jetzt gehandelt, werde „das Gesundheitssystem in dieser Form kollabieren“. Die Politik müsse lediglich handeln, so der Tenor gestern. Sowohl ÖGB als auch AK hätten längst Reformpapiere vorgelegt. (mami)


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