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Berufs-Festival in Kitzbühel: Lehrlinge werden dringend gesucht

Das Berufs-Festival der Wirtschaftskammer Kitzbühel war heuer so gut besucht wie noch nie.

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Auch die Bergbahn Kitzbühel präsentierte sich beim Berufs-Festival in Kitzbühel.
© Angerer

Von Harald Angerer

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Kitzbühel – Es wuselte nur so im K3 KitzKongress der Wirtschaftskammer Kitzbühel. Über 460 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bezirk waren zwei Tage lang zu Besuch und haben sich über mögliche Lehrberufe informiert. Nicht weniger als 22 Betriebe haben ihnen beim heurigen Berufs-Festival über 40 Lehrberufe präsentiert. Das war nicht immer so. „Als wir mit dem Festival vor Jahren angefangen haben, mussten wir die Firmen fast betteln mitzumachen, inzwischen haben wir schon zu wenig Platz und müssen die Firmen auf zwei Tage aufteilen“, schildert Peter Seiwald, Obmann der Wirtschaftskammer Kitzbühel.

Es hat sich ein kompletter Wandel vollzogen, Lehrlinge sind so gefragt wie nie und auch das Interesse der Schulen war größer als bisher. „Heuer sind erstmals alle Mittelschulen des Bezirks dabei“, freut sich Seiwald. Die jeweils dritten Klassen der Mittelschulen des Bezirkes waren eingeladen. Für jede Schule standen zwei Stunden zur Verfügung.

Selbst wenn im Bezirk Kitzbühel die Lehre noch immer sehr gefragt ist, die Anzahl der Schulabgänger, welche diese Ausbildungsform wählen, ist mit 46 % so hoch wie in keinem anderen Bezirk Tirols, suchen die Unternehmen nach Lehrlingen. „Das Gehalt alleine reicht schon lange nicht mehr, die Firmen müssen den jungen Menschen etwas bieten“, sagt Seiwald. Das reicht vom Führerschein bis zu Betriebsshuttles und speziellen Prämien für guten Erfolg.

Wegen Corona habe es in den vergangenen Jahren einen leichten Rückgang bei den Lehrlingen gegeben, das hat vor allem damit zu tun, dass die Jugendlichen nicht oder kaum in den Betrieben schnuppern konnten. „Wir merken aber schon wieder einen Anstieg“, ist Seiwald optimistisch. Schon jetzt sind über 500 Lehrstellen gemeldet. „Wir erwarten aber kaum mehr als 200 neue Lehrlinge. Es wird also nicht einmal jede zweite Lehrstelle besetzt werden können“, schildert Seiwald.

„Wir haben auch in der Corona-Zeit versucht, in den Schulen gut zu informieren, aber der persönliche Kontakt ist sehr wichtig. Wir sind deshalb sehr froh, dass es diese Veranstaltung gibt“, sagt Bettina Ellinger, Leiterin der Bildungsregion Tirol Ost.


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